Ein Hut erinnert an den Schäfer von Braunsberg Kunstbank „Schäfers Stündchen“ von Hendrik Schink wurde jetzt in Braunsbergeingeweiht – zwölf Kunstbänke im Landkreis schaffen neue Treffpunkte
Kinder aus Braunsberg haben die Sage vom Schäfer bebildert.Braunsberg. Eine Sage gab der Bank die Idee und den Namen: Der stattliche Schäfer von Braunsberg wollte nicht zum Militär. Die Werber des Soldatenkönigs fingen ihn ein. Aber er konnte fliehen, wachte fortan wieder über seine Schafherde und strickte dabei Strümpfe. Doch der zweite Versuch der Häscher war erfolgreich. Trotz Tarnung als Vogelscheuche wurde der Schäfer gefasst und musste zu den Langen Kerls. Doch als Lausbub machte der Schäfer auch dann noch oft von sich Reden.
Zur Erinnerung an den renitenten und sympathischen Schäfer steht nun eine Bank aus rot farbenen Klinkern sowie handgeformten Veduten aus Steinzeug auf der Wiese an der Einmündung der Rheinsberger Straße in die Dorfstraße in Braunsberg bei Rheinsberg. Eingeweiht wurde der neue Treffpunkt im Ort am 7. September, als der 500. Geburtstag von Braunsberg mit einem großen Fest gefeiert wurde.
Geschaffen hat die Bank der Braunsberger Keramiker Hendrik Schink, der sein Atelier in Rheinsberg hat. Tatkräftig unterstützt wurde der Künstler von Kindern aus Braunsberg, die in Erinnerung an die Sage Platten bebildert haben, die die Geschichte des Schäfers nacherzählen. Als Gruß für nachfolgende Generationen hängt außerdem des Schäfers Hut seitlich über der Lehne der Kunstbank.
Die Idee zum Kunstbänke-Projekt geht zurück auf das Förderprogramm „Zusammenhalt in kleinen Gemeinden und Ortsteilen für eine zukunftsorientierte Regionalentwicklung“ der Brandenburger Staatskanzlei, das zu neuen Sichtweisen anregen soll. So wurde unter anderem die Frage gestellt, wie Treffpunkte und Orte des Austauschs für Menschen im ländlichen Raum aussehen könnten. Beim Förderprogramm waren aber auch Eigeninitiative und Engagement der Bewohner für ihre Orte gefragt sowie Mittel und Möglichkeiten, den Zusammenhalt zu fördern.Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin bewarb sich mit der Idee, kreative Sitzmöbel in den Orten als Treffpunkte zu schaffen. Gestaltet werden diese von Künstlerinnen und Künstlern, die in der Region wohnen und arbeiten. Die zwölf Bänke für OPR sind aber nicht einfach nur Bänke, sondern einzigartige Kunstwerke – hergestellt von Künstlern aus OPR für Menschen in OPR. WS