Vom 6. bis 8. März verwandelt sich die Konzerthalle im Hangar 312 in Neuruppin in einen Treffpunkt für Tätowierkunst, Szene und Publikum. Veranstaltet wird das Wochenende von Mathias Schaefer, genannt Matze, und seinem Team vom Tattoo-Studio „Gentis“ in der Wichmannstraße 23 in Neuruppin.
„Irgendjemand muss es ja machen“, sagt der Organisator. Die Idee: eine bewusst kleine, harmonische Convention mit Fokus auf Qualität statt Masse. Insgesamt 21 Stände sind bereits vergeben – mehr sollen es nicht werden, um Überfüllung zu vermeiden. Tätowiererinnen und Tätowierer reisen nicht nur aus Brandenburg und dem benachbarten Sachsen-Anhalt an, sondern auch aus dem Ausland, unter anderem aus Norwegen.
Im Mittelpunkt steht die Kunst selbst. Besucher können den Artists beim Arbeiten zusehen, sich beraten oder auch gleich spontan tätowieren lassen. Besonders spannend sei es, Tattoos bei ihrer Entstehung beobachten zu können. „Das Endergebnis zu sehen, macht den Reiz aus – auch für Zuschauer“, erklärt Schaefer.
Am Sonntag wird bis 17 Uhr tätowiert, anschließend startet um 18 Uhr der Tattoo-Contest. Zugelassen sind nur Motive, die an diesem Wochenende begonnen und fertiggestellt wurden, und die tätowierte Person muss selbst anwesend sein. Wer sich an dem Wochenende tätowieren lässt, muss aber nicht automatisch am Contest teilnehmen, wenn er oder sie das nicht möchte.
Neben Tattoos gibt es Walk-in-Piercings, Musik, Cocktails und eine After-Show-Party. Für das leibliche Wohl sorgt das Veranstalterteam vom Studio „Gentis“ selbst – mit eigener Catering-Erfahrung. „Das Essen soll so gut sein, dass die Leute gern an beiden Tagen kommen“, setzt sich Schaefer zum Ziel.
Der Eintritt kostet 10 Euro für einen Tag, 15 Euro für das gesamte Wochenende. Bereits am Freitag kann man beim Aufbau vorbeischauen – mit etwas Glück entstehen dann schon die ersten Tattoos.
Christian Juhre, Gastgeber der Tattoo-Convention im Hangar 312 in Neuruppin, sieht dem mit Freude entgegen. „Ich freue mich, mit dem Hangar 312 Gastgeber für die erste Tattoo-Convention in Neuruppin sein zu dürfen. Hier treffen Kunst, Handwerk und Kultur in einer besonderen Art und Weise aufeinander, und das passt natürlich wunderbar zu diesem ebenfalls besonderen Ort. Ich hoffe, wir können die Besucher begeistern, um dieses Event dann regelmäßig jedes Jahr zu veranstalten“, erklärt er.
Isabelle Bonenkamp