Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine chronische Erkrankung, bei der sich die Herzkranzgefäße verengen und der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Unbehandelt kann dies zu Brustschmerzen (Angina Pectoris) und im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen. Neben der medikamentösen Therapie spielt ein gesunder Lebensstil eine zentrale Rolle – dazu gehört auch eine herzgesunde Ernährung. Sie kann die Blutfettwerte und den Blutdruck positiv beeinflussen, beim Abnehmen unterstützen und das Risiko für Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 senken.
Eine gute Lebensqualität zu erhalten, ist ein wichtiger Bestandteil der KHK-Behandlung. Im Praxisalltag bleibt jedoch oft wenig Zeit für eine ausführliche Ernährungsberatung. Die vom Verband privater Krankenkassen gegründete Stiftung Gesundheitswissen will hier mit verständlich aufbereiteten Informationen Patienten dabei unterstützen, informierte Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.
Bestimmte Lebensmittel können laut Stiftung das Fortschreiten der KHK begünstigen. Entscheidend ist dabei demnach weniger eine kurzfristige Diät als vielmehr eine langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Wissenschaftliche Studien zeigen, welche Maßnahmen das Herz nachweislich unterstützen können.
Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte sowie täglich zwei bis drei Portionen Obst und Gemüse und zweimal pro Woche Fisch sollten demnach eingeplant werden. Zudem ist es ratsam, gesättigte Fettsäuren aus tierischen Produkten wie Butter, Käse oder Fleisch möglichst durch ungesättigte Fettsäuren zu ersetzen – etwa aus Pflanzenölen, Nüssen oder fettem Fisch. Auf gehärtete Fette, etwa in industriell hergestellten Backwaren, sollte nach Angaben der Stiftung ganz verzichtet werden. Ein einfacher Schritt mit großer Wirkung auf den Blutdruck und die Gefäße ist demnach auch, Salz zu reduzieren und auf nicht mehr als fünf Gramm pro Tag zu beschränken. Auch zuckerhaltige Getränke wie Limonaden oder Fruchtsäfte sowie natürlich Süßigkeiten gilt es zu meiden und den Zuckerkonsum insgesamt zu reduzieren.
Eine abrupte Ernährungsumstellung fällt vielen Menschen aber schwer und kann schnell entmutigen. Dabei kann es hilfreich sein, neue Gewohnheiten schrittweise in den Alltag zu integrieren. gd/WS