Auch, wenn sie hilflos aussehen: Einsame Wildtierkinder zu berühren oder gar mitzunehmen ist falsch verstandene Tierliebe. Menschlicher Geruch an Kitz und Küken kann dazu führen, dass Elterntiere den Nachwuchs verstoßen. Auch wenn Spaziergänger sie nicht sehen: Die Eltern wachen über ihren gut getarnten, nahezu geruchlosen Nachwuchs aus der Entfernung. So locken sie keine Fressfeinde an. Der DJV rät Naturliebhabern, Wildtiere besser aus sicherer Distanz mit dem Fernglas zu beobachten. Spaziergänger sollten unbedingt auf Wegen bleiben. Das bedeutet weniger Stress für die Tiere und verhindert, versehentlich auf ein Nest zu treten.
Hohes Gras, Schilf oder Dickicht sind ideale Verstecke für den Nachwuchs von Nestflüchtern wie Wildschwein, Reh oder Feldhase. Hier gilt besondere Vorsicht für Hundebesitzer: Muttertiere verteidigen ihren Nachwuchs vehement. Bei eventuellen Begegnungen rät der DJV: sich bemerkbar machen, langsam zurückzugehen und auf keinen Fall wegzurennen. WS