Ausstellung „Haus ohne Grund“

Neuruppin. In der Kreisverwaltung in der Neustädter Straße 14 in Neuruppin kann zur Zeit die Ausstellung „Haus ohne Grund“ der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung besucht werden. Die Schau beleuchtet den grundlegenden Stellenwert privaten Eigentums im bürgerlichen Recht – von der Zeit des Nationalsozialismus über die Bodenreformen bis hin zur deutschen Einheit.

Brandenburg hat in seiner Geschichte zahlreiche politische Umbrüche erlebt, die auch das Eigentum seiner Bürger tiefgreifend beeinflussten. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde jüdisches Eigentum beschlagnahmt, enteignet und unrechtmäßig weiterverkauft. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sowie infolge von Flucht, Vertreibung und Umsiedlung entwickelten die Alliierten und später die beiden deutschen Staaten unterschiedliche rechtliche Regelungen – darunter Bodenreformen und weitere Enteignungen.

In der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR wurde das Privateigentum aus politischen und ideologischen Gründen stark eingeschränkt. Gerade nach dem Fall der Mauer und den Umbrüchen der Jahre 1989/90 zeigte sich, wie wichtig es ist, „seinen“ Grund und Boden auch rechtlich gesichert als Eigentum bezeichnen zu können. Die Ausstellung konzentriert sich dabei auf die Entwicklungen in Brandenburg.

Sie kann während der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung im Erdgeschoss des Gebäudes (Neustädter Straße 14) kostenfrei besucht werden. WS
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