Im Mittelpunkt des Projekts mit dem Titel „Aufgeblättert“ steht eine Ausstellung mit neu entwickelten Arbeiten regionaler Künstlerinnen und Künstler aus der Ost- und Westprignitz.
Die eigens für diesen Anlass geschaffenen Werke werden im „Dritten Ort“ im Schloss Rheinsberg (Raum 11 bis 13) präsentiert und eröffnen zeitgenössische Perspektiven auf Leben und Wirken Prinz Heinrichs, der über Jahrzehnte die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung Rheinsbergs maßgeblich prägte.
Als Diplomat, Kunstförderer und Literaturliebhaber gestaltete Heinrich, der jüngere Bruder Friedrich II., das Schloss zu einem Ort des geistigen Austauschs – zugleich bewegte er sich innerhalb der gesellschaftlichen Grenzen seiner Zeit. Die Ausstellung greift diese Vielschichtigkeit auf und verbindet historische Fragestellungen mit heutigen künstlerischen Positionen. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler arbeiten insbesondere mit Druckgrafik, Objekt und Mixed-Media-Techniken und entwickeln daraus individuelle Annäherungen an die Person Heinrichs und sein Erbe.
Am Projekt beteiligt sind: Katrin Mason Brown, Giampaolo di Cocco, Ellen Mäder-Gutz, Kathrin Jahnes, Katharina Kosak, Jost Lober, Katja Martin, Robert Nagengast, Katja Pfeiffer, Tamara Trölsch, Yakiuta und Franziska Zänker.
Das Ausstellungsprojekt wird von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet. Dazu zählen ein fachlicher Input durch das Schlossmanagement Rheinsberg, ein künstlerisches Symposium zur gemeinsamen Entwurfsentwicklung, eine öffentliche Eröffnungsveranstaltung sowie Workshops vor Ort. Eine begleitende Dokumentation in Form eines Ausstellungskatalogs sowie digitale Inhalte auf den Webseiten der Projektpartner sichern die nachhaltige Sichtbarkeit.
Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg sowie den Landkreis Ostprignitz-Ruppin.
Mit dem Projekt knüpft die Künstlergruppe des 2024 gegründeten „Pritzwalk Print Clubs“ an ihre erfolgreiche Ausstellungstätigkeit an, zuletzt mit der Ausstellung „Schwarm“ im Museum Pritzwalk. Die historische Schlossanlage Rheinsberg und ihre überlieferten Quellen bilden dabei den Ausgangspunkt für eine lebendige, zeitgenössische Auseinandersetzung mit Geschichte und Identität. WS