25 Millionen Euroaus Sondervermögen
Kreistag beschließt Maßnahmen-Liste – Geld wird für
Straßen, Schulen und den Katastrophenschutz ausgegeben

4,3 Millionen Euro der Gesamtsumme werden für die Erneuerung der Kreisstraßen ausgegeben.Foto: Henry Mundt
Ostprignitz-Ruppin. 26 Projekte umfasst die Liste der Projekte, die im Landkreis OPR durch das Sondervermögen finanziert werden sollen. Der Kreistag hat in seiner Sitzung Anfang Juli das Maßnahmenpaket beschlossen, dank dem rund 25 Millionen Euro in die Infrastruktur des Landkreises fließen. Voraussetzung ist, dass die Straßen und Gebäude dem Landkreis gehören.

Ein Viertel des Geldes, knapp 6,1 Millionen Euro, kommt dem Katastrophenschutz zugute. Schon im April waren zum Beispiel Kauf und Umbau des früheren Folienwerkes in Neuruppin-Treskow beschlossen worden. Dort soll ein neues Katastrophenschutzzentrum entstehen. Dafür stehen fünf Millionen Euro bereit.

100 000 Euro gehen nach Kyritz in die Ausstattung der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ). Für 75 000 Euro wird ein neuer Kommandowagen angeschafft.

Knapp 4,3 Millionen Euro werden in die Erneuerung beziehungsweise den Ausbau von Kreisstraßen investiert. Rund die Hälfte fließt in die Verbindung zwischen Herzberg und Schönberg (Amt Lindow), etwa 1,4 Millionen Euro in die Straße bei Goldbeck (Amt Neustadt). Dort kämpfen Einwohner und Kommunalpolitiker seit Jahren um einen Ausbau. Jetzt ist die Finanzierung des Vorhabens gesichert.

Den mit Abstand größten Posten machen aber die kreiseigenen Liegenschaften aus. Zusammengerechnet 12,5 Millionen Euro werden für die Sanierung von Gebäuden der Kreisverwaltung und Schulen im Besitz des Landkreises aufgewendet. Dazu zählt die seit Jahren geplante Unterbringung des Kreisarchivs (1,5 Millionen Euro) sowie die Sanierung der Mehrzweckhalle (600 000 Euro) am Oberstufenzentrum in Neuruppin. Die Schule am Kastaniensteg (Neuruppin), die Lindenschule (Kyritz) und die Erich-Kästner-Schule (Wittstock) werden saniert, die Turnhalle des Jahn-Gymnasiums in Kyritz bekommt neue Oberlichter. Ebenfalls auf der Liste findet sich das Frauenhaus in Neuruppin. Der Kreistag hat auf Antrag von CDU/KBV, Linken, Grünen und SPD beschlossen, dass die Einrichtung in den Besitz des Landkreises übergehen und betrieben werden soll. Dafür sind 150 000 Euro Eigenanteil vorgesehen. Das Frauenhaus gehört aktuell der Stadt Neuruppin.

Die rund 25 Millionen Euro werden nicht mit einem Mal ausgeschüttet. Bis 2029 ist Zeit, das Geld zu investieren. Die Liste mit allen Projekten findet sich auf der Webseite des Landkreises. WS





Druckansicht