Die Geschichte des Reit- und Fahrvereins Wulkow begann mit einer Gruppe von fünf Jungen. Ab 1974 betrieben sie Voltigiersport in Alt Ruppin. Schon bald wuchs bei ihnen der Wunsch nach einem eigenen Verein. Diesen Wunsch erfüllten ihnen 1976 ihre Eltern: Der Reit- und Fahrverein Wulkow wurde gegründet.
Die Geschichte der Wulkower Reitanlage, welche bis heute als Vereinsgelände dient, beginnt im Jahr 1976. Der damalige LPG-Vorsitzende Max Fröhlich aus Wulkow wollte Jugendlichen der Region eine attraktive Freizeitbeschäftigung ermöglichen und stellte die Reitanlage dem neu gegründeten Reit- und Fahrverein Wulkow zur Verfügung. Unterstützung kam damals von den LPGs aus Wulkow, Radensleben, Nietwerder und Gnewikow. Sie halfen finanziell und mit handwerklicher Unterstützung beim Bau der Reithalle, die heute noch genutzt wird.
Bis 1979 waren zunächst die beiden Rittmeister Richard Schweimert und Walter Legde maßgeblich für die Ausbildung der Schüler des Reitvereins Wulkow verantwortlich. 1979 kam dann ein weiterer Mann nach Wulkow, der die Geschichte der Reitanlage über Jahrzehnte prägen sollte: Rudolf Schmidt. Als Max Fröhlich im Redefiner Landgestüt ein Vereinspferd erwarb, brachte er dessen Bereiter gleich mit. Rudolf Schmidt zog mit seiner Familie nach Wulkow und übernahm die Reitausbildung. Bis 2016 war er Chef der Anlage.
Die Arbeit von Rudolf Schmidt und seinen Mitstreitern trug Früchte. Bereits zu DDR-Zeiten nahm der Reit- und Fahrverein Wulkow an DDR-Meisterschaften teil und stellte dabei auch Vizemeister. Doch der Verein entwickelte sich nicht nur sportlich weiter. 1997 entstand ein weiteres Stallgebäude mit 25 Boxen. 2006 wurde eine Führanlage für vier Pferde in Betrieb genommen. Auch die Pferdezucht hat in Wulkow eine lange Tradition.
Die Anlage ist bis heute Außenstelle des Haupt- und Landgestüts Neustadt (Dosse) und dient als Besamungsstation.
Für den heutigen Vereinsvorsitzenden und Vereinsgründungsmitglied Hans-Joachim Deter ist das Jubiläum deshalb mehr als eine Zahl. „50 Jahre, das sind mindestens ein halbes Leben“, sagt Deter mit Blick auf die lange Vereinsgeschichte. Mit Stolz blickt er auf die vergangenen Jahrzehnte zurück – auf wunderbare Zeiten, sportliche Erfolge und natürlich auch auf schwierige Momente.
Für die Zukunft wünscht sich Deter vor allem eine weiterhin konstruktive Zusammenarbeit und eine behutsame Weiterentwicklung des Vereins.
Wie lebendig der Verein auch nach 50 Jahren ist, kann man bei den Wulkower Pferdetagen erleben. Im Mittelpunkt stehen sportliche Wettbewerbe im Dressur- und Springsport in den Leistungsklassen E bis L.
Doch das Jubiläum soll mehr sein als ein Turnier. Am heutigen Samstagmittag ist ein Schaubild geplant, welches die Vereinsgeschichte der vergangenen fünf Jahrzehnte noch einmal auf besondere Weise lebendig werden lässt. Für Unterhaltung sorgt am Abend das beliebte Jump-and-Drive mit Kostümen, bei dem sportlicher Ehrgeiz und ein Augenzwinkern zusammenkommen. Anschließend lädt die Reiterparty zum gemeinsamen Feiern ein.
Am Sonntag findet ein Hobby-Horsing-Turnier parallel zu den Dressurprüfungen statt. In der Mittagspause wird den Zuschauern ein weiteres Schaubild geboten, welches die Harmonie zwischen Pferd und Reiter in den Mittelpunkt stellt. WS