„Zurzeit verfügt der Platz nur über eine eingeschränkte Aufenthaltsqualität“, so Franz Beusch. Der Landschaftsarchitekt informiert die Ausschussmitglieder, dass die Wege zum Teil überarbeitet werden. Ebenso sollen nichtgewollte Gehölze wie Spätblühende Traubenkirsche entfernt werden, um den Eichenhain wieder herzustellen. Auch wenn es hier keinen klassischen Spielplatz geben wird, gilt es Angebote für Kinder zu schaffen, bei denen diese sich naturbezogen beschäftigen können. Geplant sind Sitzgelegenheiten und ein Trinkbrunnen. Franz Beusch spricht bei der Vorstellung des Projektes auch von zahlreichen Gehölzpflanzungen.
Unter anderem ist dabei an Obstgehölze und eine Streuobstwiese mit alten Obstsorten gedacht. An einer Stelle sollen Maulbeerbäume gepflanzt werden, die an die Seidenraupenzucht von Friedrich II. erinnern und in deren Nähe ein Raupenspiel stehen könnte. Einen Blühstreifen soll es hier auch wieder geben. In den angrenzenden Parkanlagen geht es um eine Revitalisierung und Schadensbeseitigung der durch Trockenheit, Stürme, Schädlinge (Borkenkäfer) sowie Verwilderung entstandenen Defizite. Die biologische Vielfalt und gestalterische Qualitäten sollen somit verbessert werden. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) im Rahmen des Aktionsprogramms „Natürlicher Klimaschutz – ländliche Kommunen“.
Das Gesamtvorhaben umfasst inklusive Bau- und Planungskosten 697 000 Euro, davon sind knapp 560 000 Euro Fördermittel. Der Bewilligungszeitraum erstreckt sich bis 2029. So soll Ende September/Anfang Oktober der Baubeginn erfolgen, so Franz Beusch im Stadtentwicklungsausschuss. Mit ersten Pflanzungen sei dann im Frühjahr 2026 zu rechnen. Bis maximal 2028 folgen die Pflegejahre und im Jahr 2029 die Schlussabnahme. An eine Umbenennung in „PerleParks“ sei nicht gedacht, klärt Antje Hartwig auf, das ist lediglich die Kurzbezeichnung des Projekttitels. Es bleibt beim Friedrich-Engels-Platz, den Namen, den die Perleberger kennen. dre