Spätsommerin voller Blüte
Offene Gärten in der Prignitz: Saisonabschlussbietet Vielfalt, Austausch und Fachwissen

Prignitzer Gärtner laden am ersten September-Wochenende nochmals in ihre Oasen ein.Foto: Oliver Krause
Gumtow / Brüsenhagen. Am Sonntag, dem 7. September, öffnen acht Gärten in der Prignitz im Rahmen der Aktion „Offene Gärten“ ein letztes Mal in diesem Jahr ihre Pforten. Besucher erwartet eine Fülle blühender Stauden, kunstvoll gestalteter Beete und ein spätsommerliches Ambiente. Die Aktion lädt zum Flanieren, Staunen und zum fachlichen Austausch mit engagierten Gärtnern ein. Die „Offenen Gärten in der Prignitz“ sind ein Angebot von Prignitzern für Prignitzer und ihre Gäste. Die Aktion wird gemeinsam von der Biosphärenreservatsverwaltung Flusslandschaft Elbe-Brandenburg und dem Tourismusverband Prignitz e. V. organisiert.

Zum Abschluss der Reihe in diesem Jahr gibt es einige Highlights. Dazu gehört auch die Führung mit dem Kunst-, Geschichts- und Gartenkenner Bernhard von Barsewisch durch den historischen Park Groß Pankow am Sonntag um 11 Uhr – ein Erlebnis für Garten- wie Geschichtsinteressierte. Ein Garten öffnet zusätzlich zum Sonntag auch am Samstag, dem 6. September, seine Pforten: der Spätsommergarten der Familie Schneider in Brüsenhagen. Bereits seit dem Jahr 2016 öffnen Petra und Jörg Schneider mehrmals im Jahr ihren Garten für Besucher und Interessierte. Inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass ein Aufenthalt in Schneiders Oase zum Erlebnis werden kann. An dem Wochenende öffnen sich von 10 bis 17 Uhr wieder ihre Türen. Ob für einen längeren Besuch oder für eine Stippvisite: Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Viele gestalterische Tipps und Ideen, eine kluge, den hiesigen Bedingungen angepasste Pflanzenauswahl sowie Wissenswertes aus dem reichen Erfahrungsschatz der Hobbygärtner machen Besucher immer wieder neugierig. Gleiches wird über einen Kurs der Kyritzer Volkshochschule zum Thema „Ein Garten im Wandel der Zeit“, der direkt im Garten der Schneiders stattfindet, angeboten. Ein Spätsommer- oder Herbstgarten ist immer auch eine Augenweide. Viele winterharte Stauden und Gehölze entfalten ihren sehenswerten Blütenflor. Wunderschöne Hortensien, Sonnenhüte, Staudensonnenblumen, Anemonen, Herbst- und Winterastern, Fette Henne, Wiesenrauten mit ihren filigranen Blüten und Rudbeckien präsentieren sich den Besuchern in ihrer ganzen Schönheit.

Auch einjährige Pflanzen wie Gladiolen, Zinien und Astern sowie Kübelpflanzen stehen den Stauden nicht nach. Noch relativ selten sind die winterharten Herbstalpenveilchen in Gärten. Bei Schneiders können die kleinen Schönheiten betrachtet werden. Wie immer kann man auch Pflanzen erwerben – sowie verschiedene Sorten Bienenhonig vom Imker. Für die Besucher werden selbst gebackener Kuchen und Getränke angeboten. Nähere Infos, zum Beispiel zur Anreise, findet man auf www.gartenvielfalt-schneider.de. dre

Weitere Gärten bieten am Sonntag Führungen an, bei denen praktische Tipps zur Gartengestaltung und zum naturnahen Gärtnern vermittelt werden. Online stehen die Gärten mit Adresse unter www.dieprignitz.de/gaerten





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