Werner Momsen, Klappmaul-Komiker aus Hamburg, ist anders als die anderen. Er ist eine Puppe. Die Haut aus Polypropylen, Haare aus Polyacryl und innen drin nichts als Schaumstoff. Von Geburt an Sondermüll - kein leichtes Leben. Er liebt es aber trotzdem. Er ist fremdbestimmt, aber oft doch freier als sein schwarzer Begleiter, der immer hinten drinsteckt. Denn Werner kann Dinge tun und sagen, die nur er tun und sagen darf. Und das macht er. Er redet über die Widrigkeiten, die das Leben als Mensch und Puppe so mitbringen. Er sagt meist, was er denkt, bevor er denkt, was er sagt. Und wenn er viel denkt, singt er auch schon mal. Mit seinem imposanten Halbwissen hat Werner Momsen bisher noch jede Veranstaltung aufgemischt.
Lutz von Rosenberg Lipinsky ist „Deutschlands lustigster Seelsorger“. Seit Jahren sorgt er sich auf unterhaltsame und intelligente Weise um die deutsche Seele. Und diese wühlt sich zurzeit auf wie selten, denn die Demokratie ist in Gefahr. Sagen die einen. Wir leben in keiner Demokratie, sagen die anderen. Es ist Zeit, mal darüber zu sprechen, was das denn überhaupt sein soll: „Herrschaft des Volkes“. Es wird Zeit, sich zu vergewissern: Wollen und können die Menschen überhaupt Demokratie? Und ist sie alternativlos? Vielleicht sollte man mal wieder was anderes ausprobieren: Monarchie, Plentokratie, Theokratie, Autokratie oder Anarchie.Irgendwo Mitte-Ende Dreißig. Vordergründig nett. Hintersinnig böse. Und: charmant. Mia Pittroff ist dabei immer auf den Punkt: „Ich mag Kabarett. Da ist die Bühne immer so schön aufgeräumt. Zumindest anfangs.“ Die gebürtige Fränkin schnappt ihre treffsicheren Beobachtungen und Pointen immer da auf, wo sie sich gerade bewegt: zwischen Provinz und Großstadt, Dialekt und Hochdeutsch, zwischen Kindern und Karriere und nicht zuletzt zwischen den Jahren. Die Wahlberlinerin lässt sich nicht verorten und in keine Kabarett- oder Comedy-Schublade stecken. Sie ist einfach da und ihre schönen, poetischen, nachdenklichen aber manchmal auch einfach hinterfotzigen Beobachtungen sollte man nicht verpassen.
Einer von diesen Babyboomern, die gerade in aller Munde sind, ist Christoph Brüske. Und bevor die alle einpacken, muss einer mal auspacken: Über seine Artgenossen, eine Gesellschaft im Wandel und die Möglichkeiten, sich trotz allem das Leben schön zu machen. Wer wäre dafür besser geeignet als der „Verbaltaifun aus dem Rheinland“ Christoph Brüske. Mit viel Charme, wahnsinnigem Wortwitz und mitreißenden Liedern weist der jung gebliebene Endfünfziger den Weg zur „Goldenen Generation“. Und da bleibt kein Auge und kein Nässeschutz trocken. „Die Wittenberger Lachnacht verspricht ein abwechslungsreiches und mitreißendes Unterhaltungsprogramm – ein Abend voller Lacher, kluger Satire und überraschender Perspektiven“, verspricht das Kultur- und Festspielhaus in seiner Ankündigung. WSTickets gibt es in der Touristinformation Wittenberge, Tel. 03877/9291-81/-82, via E-Mail: tickets@kulturhaus-wittenberge.de sowie online über www.kulturhaus-wittenberge.de.