Neues Löschfahrzeugbereichert bald die Feuerwehr Pritzwalk
TLF 4000 löst 30 Jahre alten Unimog beider Ortsfeuerwehr Pritzwalk ab

Die Pritzwalker Ortswehrführung schildert Bürgermeister Ronald Thiel (l.) die Situation rund um den 30 Jahre alten Unimog. Foto: Björn Wagener
Pritzwalk. Einen Zuwendungsbescheid für das Tanklöschfahrzeug (TLF) 4000 nahm jetzt die Ortsfeuerwehr Pritzwalk in Empfang. Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel (parteilos) überbrachte die gute Nachricht. Ortswehrführer Adrian Zechser und seine Stellvertreter Dirk Blohm und Toralf Kintzel freuten sich, dass damit die Ablösung des 30 Jahre alten Unimog in greifbare Nähe rückt. Das alte Tanklöschfahrzeug 16/45, ein Mercedes Benz Unimog mit Allradantrieb, entspricht nicht mehr der aktuellen DIN.

Es verfügt zwar über einen Löschwassertank mit 4800 Litern Fassungsvermögen, einen Schaummittelvorrat von 25 Litern und eine Feuerlöschkreiselpumpe. Auf dem Fahrzeugdach befindet sich zudem ein Wasserwerfer. Doch der Platz für die Ausrüstung ist sehr begrenzt. Seine Besatzung besteht aus einem Trupp. Der Unimog hat im Laufe der Jahre zwischen 2500 und 3000 Einsätze absolviert, schätzt Toralf Kintzel, der für die Technik verantwortlich ist.

Das TLF 4000 auf einem MAN-Fahrgestell wird vom Aufbauhersteller Empl Fahrzeugwerk GmbH ausgerüstet. Das TLF 4000 nach DIN 14530-21 ist mit einem Allradantrieb, einer FPN 10-2000 (eine Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe) und einem Löschwasserbehälter ausgestattet, der mindestens 4500 Liter fasst. Zudem verfügt es über einen Schaummittelbehälter mit 500 Litern. Das Fahrzeug ist vor allem für die Vegetationsbrandbekämpfung, die Bereitstellung von größeren Wassermengen und den Nachschub von Löschwasser in ländlichen Einsatzgebieten ohne direkten Zugang zu Hydranten oder Wasserquellen ausgelegt.

Das TLF 4000 verfügt zudem über eine feuerwehrtechnische Beladung, die der Besatzung eine schnelle und effektive Brandbekämpfung ermöglicht. Ortswehrführer Adrian Zechser freut sich auch deshalb über die geplante Neuanschaffung, weil der alte Unimog schon recht reparaturanfällig ist: „Zwischenzeitlich ist unter anderem die Pumpe ersetzt worden, die Technik wird anfälliger. Wenn das mit dem neuen Fahrzeug klappt, sind wir auch wieder gut aufgestellt.“ Bedingt durch die 30 Jahre könne bei jedem Einsatz wieder etwas kaputtgehen. Das Fahrzeug sei nicht mehr zuverlässig, so der Ortswehrführer. dre
Druckansicht