Ein Meer von Blumen
Gartenschauen wecken Begeisterungund geben Anregung für das eigene Grün

Gartenschauen warten mit üppigen Blumenrabatten auf. Foto: Ulrich Nettelstroth
Üppige Blumenrabatten, Parkanlagen, Kunst und Kultur: Gartenschauen sind gefragt. Sie verschaffen den Besuchern schöne Erlebnisse und geben ihnen Anregungen für den eigenen Garten. Gleichzeitig nutzen die Ausrichterstädte die Investitionen, um für ihre Bewohner Grünräume zu schaffen, die dauerhaft erhalten bleiben. In Wittenberge in der Prignitz wächst die Vorfreude auf die Landesgartenschau 2027. Dort wird mit über 400 000 Besuchern gerechnet. Es dauert allerdings noch mehr als ein Jahr, bis die Laga in der Elbestadt ihre Tore öffnet.

Wer nicht so lange warten möchte, hat in diesem Jahr die Möglichkeit, zum Beispiel die Laga Thüringen in Leinefelde-Worbis zu besuchen. Am 23. April öffnet dort im Landkreis Eichsfeld die Gartenschau, die unter dem Motto „Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft“ steht. Für die Laga Leinefelde-Worbis wurde die früher stark von Industrie, Plattenbauten und Garagenhöfen geprägte Südstadt Schritt für Schritt zu einem zusammenhängenden Landschaftsband umgestaltet. Dabei wurde auch eine mittelalterliche Siedlung freigelegt, die nun als Erlebnisraum im Gelände gezeigt wird. Das Flüsschen Ohne wurde renaturiert, wodurch Natur- und Spielräume entstanden sind. Reguläre Tageskarten kosten 22 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: lgs-leinefelde-worbis.de.

Weitere Gartenschauen gibt es in diesem Jahr auch in anderen Bundesländern. In Niedersachsen richtet Bad Nenndorf unweit von Hannover eine Laga aus. Dort wird unter anderem der in die Jahre gekommene Kurpark zu einem Ort biologischer Vielfalt gemacht. (Info: landesgartenschau-badnenndorf.de) Außerdem locken Schauen in Neuss (Nordrhein-Westfalen, Info: landesgartenschau-neuss.de) und Ellwangen (Baden-Württemberg, Info: ellwangen2026.de).

Gartenschauen gab es schon im Kaiserreich, erstmals 1865 in Erfurt, wo fast hundert Jahre später, 1961, unter sozialistischen Vorzeichen die Internationale Gartenschau (iga) veranstaltet wurde. In der Bundesrepublik gibt es seit 1951 in einem Zwei-Jahres-Rhythmus Bundesgartenschauen (Buga), außerdem Landesgartenschauen seit 1980. In Ostdeutschland machte nach der Wende Sachsen 1996 den Anfang. In Brandenburg fand die erste Landesgartenschau 2000 in Luckau statt. Die letzten Termine waren 2019 in Wittstock/Dosse und 2022 in Beelitz. Bei der Laga 2022 in Beelitz übertrafen die Besucherzahlen deutlich die Erwartungen. 560 000 Gäste kamen, ursprünglich war mit 450 000 Besuchern kalkuliert worden. Beelitz war damit die bisher erfolgreichste Gartenschau in Brandenburg. Der Umsatz lag bei rund 10 Millionen Euro, das Defizit war mit einem Betrag von knapp 62 000 Euro geringer als erwartet.

Dauerkarten für die Landesgartenschau 2027 in Wittenberge können übrigens schon jetzt gekauft werden – mit 25 Prozent Rabatt zum späteren regulären Ticketpreis. Erwachsene ohne Ermäßigung zahlen 112,50 und können dafür ohne Anstehen an der Kasse an allen 187 Tagen vom 21. April bis 24. Oktober 2027 das Laga-Gelände besuchen. net

Weitere Informationen unter: laga-wittenberge.de/tickets/

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