De Lehrer ut de Anfängerklass har moal met de Kleinsten Anschauungsunnerricht. An de Wand hung een Bild, da was dat Fröhjoahr up doarstellt.
Wat was da nich allens up to sehn: Eene gröne Wisch met Blomen, up d´ Feld plögte een Buer, een Schäper högte siene Schoap up de Weid un sien Hund het de Dierer bewacht.
Dato het een Kutschwoagen up de Landstroat führt met twee flinke Päär davör. Un lenkt het dat allens een fien´ Herr. Een bäten wierer weg kunn man een grodet Huus bewunnern, dat grode Ähnlichkeit met ein Schloss har.
De Lehrer erklärte de Kinner nu allens un säg ook, dat all de Sachen, de öhr dor upfall´n dän, den rieken Mann gehörten. Un he tellte noch eenmoal up: de Kutschwoagen, de Päär, de Schoap, de Hunn, de Wischen un nich toletzt dat schöne Huus met de lüchtenden Farwen.
Nu förrerte he de Kinner up, se sollten em seggen, wat se woll am leewsten, wat up dat Bild to sehn wier, geern hemm wolln. Na, da güngen de lütten Finger dutzendwies in de Höcht. De Jungs wolln de Päär, den Woagen un de fixen Hunn met noa Huus nähm´. Un de Deerns verlangten noa de Schoap un nich toletzt noa de bunten Bloom´ un eenige sogar dat fiene Huus.
As keen Finger mehr hoch käm, rollte de Lehrer dat Bild up, nahm et in siene Hand un wollt et in sien Schapp setten. Doch in grod düssen Oogenblick kümmt een Hand up de hinnerste Bank hoch. Klein Mariechen meld´t sick un de het et mächtig ielig. „Na, Mariechen“, seggt de Lehrer, „wat wist du denn nu noch“? „Ik wull to geern noch den rieken Mann!“, piepte Mariechen rut.
Den Lehrer het et up de Stell de Sproak verschloan. He het dat Bild, dat det Fröhjoahr doarstellt, de nächsten tein Joahr´ nich werrer vörhoalt för den Anschauungsunnerricht.
Heinz Müller