Durch sie wurden Räume rauch- und schmutzfrei über den Fußboden beheizt. Mit der Initiative Zeitschätze Prignitz entwickelten die Stadt Meyenburg und der Trägerverein der Museen des Schlosses Meyenburg die Idee, den Ofen der Allgemeinheit zugänglich zu machen und aus dem Dornröschenschlaf zu befreien. Dies soll mit dem Projekt Archäologiecafé in einer Kombination aus musealen Elementen und Cafébetrieb realisiert werden. Der Ofen steht offen im Zentrum des Raumes und wird, geschützt durch eine Glasbrüstung, barrierefrei zugänglich gemacht. Über digitale Visualisierungen soll die Wirkungsweise des Ofens veranschaulicht werden. Aber auch haptische Elemente wie der Nachbau von Bodenfliesen mit Regulierungsstopfen zeigen, wie vor rund 700 Jahren für Wärme in der Burg gesorgt wurde.
Während der Ausgrabungen gefundene Artefakte sowie Nachbildungen wertvoller Originale werden interessante Einblicke in die mittelalterliche Lebenswelt ermöglichen. Nach fünf Jahren Planung beginnen in diesem Monat die Bauarbeiten für den Meyenburger Zeitschatz. Voraussichtlich werden diese bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Das Projekt wird mit Mitteln der europäischen Union gefördert. dre