Die Teilnehmerzahl wurde in diesem Jahr mehr als verdoppelt. Waren es in Wittenberge etwa 35 Teilnehmer, sind knapp 80 Kameradinnen und Kameraden nach Perleberg gekommen. In vier Workshops ging es am Sonnabend um „Atemschutz und Atemschutzüberwachung“, „Digitalisierung in der Feuerwehr“, „Zusammenarbeit Rettungsdienst/Feuerwehr und die Schnittstellen“ sowie das „Leitbild der Feuerwehr“. Zur Begrüßung waren an diesem Vormittag neben Bürgermeister Axel Schmidt (parteilos), die Landtagsabgeordnete Katrin Lange (SPD), Polizeidirektor Mathias Ehrchen, Landesbranddirektor Michael Koch, der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Frank Kliem, Stefanie Richter, Leiterin des Fachausschusses Frauen des LFV, Kreisbrandmeister Christian Reisinger und Marcus Bethmann, Sachbereichsleiter Brand- und Katastrophenschutz, in die Geschwister-Scholl-Grundschule gekommen.
Marcus Giese hob noch einmal hervor, dass der konstruktive Austausch, das Voneinander-Lernen diese Blaulichtkonferenz prägen sollte. Damit werde auch der Zusammenhalt untereinander gestärkt. „Ich komme gern zur Blaulichtfamilie“, so Katrin Lange, „denn sie ist ein verlässlicher und unverzichtbarer Teil des Lebens in unseren Kleinstädten und Dörfern, bildet den Grundpfeiler unseres Zusammenlebens.“ Die Landtagsabgeordnete bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr ehrenamtliches Engagement. Daher sei es für sie auch wichtig, dass das Land plant, hohe Summen aus dem Sondervermögen im Blaulichtbereich einzusetzen. Ihr Unverständnis bringt Katrin Lange darüber zum Ausdruck, dass die Angriffe auf Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte zugenommen haben.
„Für ihr Engagement opfern sie selbst heute, an einem Sonnabend, Ihre Zeit“, betonte Axel Schmidt. Er blickte zurück auf das Einsatzjahr 2025, dass zahlreiche Herausforderungen mit sich brachte. Wie wichtig der Einsatz und das Zusammenspiel mehrerer Wehren sei, hätten unter anderem der Großbrand in Karstädt und der schwere Verkehrsunfall auf der B 189 mit drei Toten gezeigt. Landesbranddirektor Michael Koch ging auf die Herausforderungen der Feuerwehren ein, sprach über Klimawandel, die Risiken der Energiewende und die höheren Anforderungen durch die Komplexität der technischen Hilfeleistungen. Diesen Herausforderungen will man sich im Landesverband stellen, nicht zuletzt auch durch veränderte Strukturen und zeitgemäße Ausbildungsmethoden.
Das Format wird auch künftig eine Fortsetzung erfahren: Die dritte Blaulichtkonferenz soll wie bislang im zweijährigem Rhythmus 2028 stattfinden. dre