Frische Tulpen in der Vase
Frühlingsblumen halten länger, wenn das Wasser regelmäßig gewechselt wird

Tulpen in der Vase.Foto: ibulb/tpn

Der März ist die Zeit der Frühlingsblumen. Schneeglöckchen und Krokusse haben den Anfang gemacht, Narzissen und Tulpen folgen. Als Schnittblumen sind gerade die Tulpen jetzt besonders beliebt. Sie symbolisieren den Frühling und stehen als Symbol für das Ende des Winters.

Dank jahrhundertelanger Züchtungen gibt es Tulpen heute in einer breiten Palette an Farben. Von knalligem Pink und sonnigem Gelb über strahlendes Weiß und zartes Rosa bis hin zu intensivem Rot und sattem Lila reicht die Palette. Sogar interessant gemusterte Varianten gibt es. Hinzu kommen unterschiedliche Blütenformen: Bei Crispa-Varianten sehen die Blütenränder leicht gezuckert aus, gefüllte Sorten erinnern entfernt an Rosen, Papageien-Tulpen wirken beinahe, als würden sie sich gleich flatternd in die Höhe begeben, während sich lilienblütige Sorten an den Spitzen elegant nach außen biegen.

Ein Reiz der Sträuße liegt in ihrer Vergänglichkeit. Frische Blumen in der Vase sind kein beliebiges Accessoire, sondern Begleiter für einen begrenzten Zeitraum. Das gilt für Tulpen besonders, denn sie sind nicht wie viele andere Schnittblumen ganzjährig erhältlich, sondern nur im Frühling etwa bis Mitte Mai.

Damit der Tulpenstrauß in der Vase möglichst lange hält, gilt es, einige Tipps zu beachten. Das beginnt mit der Auswahl möglichst frischer Tulpen im Geschäft. Die Tulip Promotion Netherlands (TPN), ein Zusammenschluss von niederländischen Tulpengärtnern, empfiehlt, sich den Strauß etwas genauer anzuschauen. Sieht der Schnitt frisch und ordentlich aus, fühlt sich der Bund knackig und fest an und hört man ein leises Quietschen beim Aneinanderreiben der Blätter und Stiele, kann man getrost zugreifen. Wichtig ist es auch, auf eine saubere Vase und frisches Wasser zu achten.

Bevor die Tulpen in der Vase arrangiert werden, empfiehlt es sich, die Stiele anzuschneiden. Ratsam ist ein ganz leichter Schrägschnitt. So verhindert man, dass der Stiel bündig auf dem Vasenboden aufliegt und so kein Wasser mehr aufnehmen kann. Er sollte jedoch auch nicht zu schräg sein, sonst ist die Schnittfläche zu groß. Das Wasser wird möglichst alle ein bis zwei Tage ausgetauscht, die Stiele dabei noch einmal angeschnitten. Die Vase sollte bei Tulpen nur zu maximal fünf Zentimetern mit Wasser gefüllt werden, damit die Blumen nicht zu schnell wachsen – was Tulpen tatsächlich auch noch in der Vase tun. Zudem darf das Wasser durchaus kalt sein. Viele andere Schnittblumen vertragen das nicht so gut, aber die Frühjahrsblüher sind kalte Temperaturen gewöhnt und fühlen sich so wohl. Eiswürfel im Wasser können dafür sorgen, dass sich herunterhängende Stiele wieder aufrichten. Äpfel und andere Obstsorten sind zu meiden, denn sie verströmen das Reifegas Ethylen, das den Alterungsprozess der Blumen beschleunigt. Zu vermeiden sind auch Standorte neben einem Heizkörper oder auf einer Fensterbank mit direkter Sonneneinstrahlung. net
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