„Es ist ein großer Drei-Seiten-Hof“, sagt Mathias Höpfner, der sich vor Ort um Vermietung, Absprachen und vieles mehr kümmert. Zur Anlage gehören das Märchencafé, die Märchenstube, eine Scheune und dahinter eine rund 6000 Quadratmeter große Wiese mit Buschbackofen und Feuerstelle. „Das ist eine sehr schöne Anlage“, sagt Höpfner. Für das derzeit noch leerstehende Märchencafé wurde kürzlich eine neue Pächterin gefunden – bald soll dort wieder regelmäßig Gastronomie stattfinden.
Zum ersten Ostermarkt auf dem Gelände werden zwölf regionale Anbieter erwartet, dazu kommen private Trödelstände. Angeboten werden unter anderem selbstgemachte Marmeladen, Holzschnitzerei, Korbflechterei, Keramik, Kerzen und Seifen. Einige Handwerksprodukte sollen nicht nur verkauft, sondern ihre Entstehung direkt vorgeführt werden: Kinder können Keramik bemalen, auch Korbflechterei kann man vor Ort ausprobieren. Ponyreiten für die Jüngsten ist ebenfalls angekündigt. Kulinarisch setzt der Markt auf Deftiges und Selbstgebackenes: Es gibt Kaffee und Kuchen, Gegrilltes, Räucherfisch, Süßes und Kakao. Besonders viel Aufmerksamkeit dürfte der alte Buschbackofen auf sich ziehen. Ob darin an dem Tag schon Gebratenes für Besucher zubereitet wird, steht noch nicht ganz fest. Der Betrieb des guten Stücks ist urig, bietet Genuss mit besonderer Note – und ist aufwändig. Das ist nur mit mehreren Händen zu bewerkstelligen. Sicher ist aber: „Auf alle Fälle werden wir den Ofen heizen, sodass die Besucher eine Vorstellung von der spannenden Funktionsweise bekommen“, so Mathias Höpfner. Den Ofen kann man, wie die weiteren Räumlichkeiten auf der Anlage, für private Feiern und Zusammenkünfte mieten.
Organisatorisch soll der erste Markt bewusst niedrigschwellig bleiben: Weder Eintritt noch Standgebühren werden erhoben. Den Kuchen backen dieses Mal engagierte Menschen aus dem Dorf. Wer den Ausflug größer planen will, kann ihn sogar mit den Osterfahrten der Prignitzer Museumsbahn verbinden. Die traditionelle Ostertour des „Pollo“, einer historischen Diesellok, führt von Lindenberg nach Brünkendorf und zurück. Im anliegenden „Märchenwald“ verstecken sich auch dieses Jahr Oster-Überraschungen für Kinder. „Von Brünkendorf sind wir nur einen Spaziergang entfernt“, sagt Mathias Höpfner, „der Weg dürfte sich insbesondere für Familien lohnen“. Stephanie Drees