„Wir sind dafür da, umdie Situation zu lösen“
Joachim Stehli ist der neue Ärztliche Leiter beim Rettungsdienst des Landkreises

Joachim Stehli ist neuer Ärztlicher Leiter Rettungsdienst in der Prignitz.Foto: Bernd Atzenroth/Landkreis Prignitz
Prignitz. Gute Neuigkeiten aus dem Gesundheitsbereich: Im Landkreis Prignitz gibt es einen neuen Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes. Joachim Stehli übernimmt die Funktion von Lutz Dieckmann, der Ende Januar in Ruhestand gegangen ist (der Wochenspiegel berichtete). Joachim Stehli ist 57 Jahre alt und bringt aus seiner Zeit bei der Luftwaffe viele Vorerfahrungen mit der Notfallmedizin bei der Bundeswehr mit, die ihm im Rettungsdienst in der Prignitz zugutekommen: „Bei insgesamt fünf Auslandseinsätzen im Kosovo, in Bosnien und in Afghanistan habe ich gelernt, wie wichtig es ist, dass der notärztliche Dienst bei größeren Schadenslagen funktioniert“, sagt er.

Sein Selbstverständnis umreißt er klar: „Wir sind dafür da, um die Situation zu lösen.“ Lutz Dieckmann zeigte sich froh, einen Nachfolger gefunden zu haben – zumal einen, den er seit vielen Jahren kennt. „Die Mannschaft beim Rettungsdienst muss sich nicht neu einstellen; es geht nahtlos weiter“, freut er sich. Denn Joachim Stehli wirkt schon seit 2018 beim Rettungsdienst Prignitz. Seit 2009 bereits war der Facharzt für Anästhesie in Perleberg und Pritzwalk als Honorararzt tätig. Seit 2021 ist er in seinem Fachgebiet beim Kreiskrankenhaus Prignitz fest angestellt.

Wie bei seinem Vorgänger auch ist die Tätigkeit als Ärztlicher Leiter Rettungsdienst eine zusätzliche Aufgabe zu seinem Hauptberuf. Im Landkreis Prignitz beteiligen sich 35 Ärzte am notärztlichen Dienst. Der Gruppe der Leitenden Notärzte umfasst sechs Mediziner – das ist eine gute Struktur, um den Herausforderungen bei großen Schadenslagen zu begegnen. Schließlich ist der Landkreis Prignitz der einzige, der an gleich drei Bundesländer grenzt. Mit allen gebe es gute Vereinbarungen für den Fall, dass auch in der Nachbarschaft des Landkreises die Prignitzer Kapazitäten benötigt werden, gibt die Kreisverwaltung bekannt – „natürlich auch für den umgekehrten Fall“. So gibt es zum Beispiel eine gute Zusammenarbeit mit Seehausen in Sachsen-Anhalt. dre
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