„Ich war Liquidatorin Tschernobyl“
Eine Gesprächsrunde mit dem ZeitzeugenThomas Tschuprik in der Stadtbibliothek Bona

Thomas Tschupriks Erinnerungen – Dienstausweis, Urkunde etc. – an seinen Einsatz in Tschernobyl.Foto: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill
Perleberg. Vor knapp 40 Jahren, am 26. April 1986, ereignete sich um 1.23 Uhr (23.23 MESZ des Vortages) im Reaktor-Block 4 des Kernkraftwerkes Tschernobyl eine Nuklearkatastrophe. Es ist eine Katastrophe, die bis heute Folgen hat. Die Einwohner der benachbarten Stadt Prypjat wurden evakuiert, kamen nie wieder in ihre Wohnungen zurück. Aus diesem Anlass lädt die Stadtbibliothek Bona in Perleberg am Mittwoch, dem 15. April, um 18 Uhr zu einem Talk-Abend mit Thomas Tschuprik ein.

Tschuprik wurde als Offizier der Sowjetarmee, knapp ein Jahr nach der Katastrophe, im März 1987 nach Tschernobyl abkommandiert. Der gebürtige Rathenower verließ als kleines Kind mit seiner Mutter und dem Stiefvater, einem in der DDR stationierten Offizier der Sowjetarmee, seinen Geburtsort. Thomas Tschuprik ging in der Sowjetunion zur Schule, wurde dann selbst Offizier. Seine Erlebnisse beim Einsatz in Tschernobyl sind für ihn allgegenwärtig.

Renè Hill, Pressesprecher der Stadt Perleberg, wird in der Stadtbibliothek Bona mit Thomas Tschuprik zusammentreffen. Sie werden über die Katastrophe, seinen Einsatz und sein Engagement danach sprechen. Dabei wird auch deutlich, dass diese Nuklearkatastrophe vielen Menschen das Leben kostete, viele Leute dadurch erkrankten. Doch es entwickelte sich eine große Solidaritätswelle, die bis heute existiert. Zahlreiche Hilfsorganisationen und -verbände wurden gegründet, führten Menschen zusammen, die Freunde wurden. WS

Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten die Mitarbeiter der Stadtbibliothek um vorherige Anmeldung, telefonisch unter 03876/612927, per E-Mail unter stadtbibliothek@stadt-perleberg.de oder persönlich in der Bona.



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