„Das ist offen für alle. Zum Schnupperkurs kann jeder kommen. Ab einem Alter von 16 Jahren kann mit dem Luftgewehr und ab einem Alter von 18 Jahren mit der Kaliberwaffe geschossen werden. Kinder können sich unter Anleitung im Bogenschießen ausprobieren”, sagt Gilde-Präsident Norbert Paatsch. Besonders Jugendliche wolle man gewinnen, sich für den Sport zu begeistern, um die sportlichen Erfolge des Vereins fortzusetzen. Beim Bürgerschießen wird der Schützenkönig unter den Gästen geehrt – mit Anerkennung in Form einer Kette. Norman Rauth ist der amtierende Bürgerkönig. Um 15 Uhr wird die Kaffeetafel eröffnet. Neben Kaffee und Kuchen gibt es Musik vom Shantychor. Mit einem Grillabend sowie Getränken wird der Freitag ausklingen.
Am Sonnabend wird von 10 bis 17 Uhr erneut das Bürgerschießen angeboten. Um 15 Uhr findet ein Kanonenschießen mit befreundeten Vereinen am Schützenplatz statt. „Wir erwarten einige Kanonen und Böller, die in verschiedenen Formationen schießen werden“, berichtet der Gilde-Präsident. Gegen 17 Uhr werde der derzeitige Schützenkönig Manuel Johnke verabschiedet und der neue proklamiert. „Er gibt die Ehre an den neuen Schützenkönig ab. Der wurde auch schon beim Adlerschießen ermittelt”, so der Präsident. Der Schützenkönig repräsentiert den Verein für ein Jahr. Durch einen Ehrensalut der Salutgruppe und einen Schuss mit der Vereinskanone wird die Proklamation abgeschlossen. Gegen 19 Uhr wird der Schützenfestpokal übergeben und der Bürgerschützenkönig ernannt. Abends wird das Tanzbein geschwungen. Es gibt eine Schützenfestdisco.
„Wir haben die neue Sektion Steeldart gegründet. Das Interesse ist da und wir wollen den Leuten die Möglichkeit geben, bei uns Dart zu spielen”, berichtet Steffen Gitter, Vizepräsident der Schützengilde. Für die Sanierung und Modernisierung der Räume werden Eigenmittel in Höhe von 18 000 Euro aufgewendet. So können entsprechende Wettkämpfe auch in Wittenberge stattfinden.
„Oberste Priorität hat es, unsere 100-Meter-Bahn wieder zu aktivieren. Damit eröffnet sich ein großes Spektrum, Großkaliber zu schießen”, so der Präsident. Auch Jägern werde damit die Möglichkeit gegeben, zu schießen. Dem Landkreis Prignitz stehen im Förderzeitraum 2026 bis 2029 Mittel in Höhe von 625 000 Euro aus dem Fördertopf „Goldener Plan Brandenburg” zur Verfügung. „225 000 Euro betragen die Kosten, um die 100-Meter-Bahn zu aktivieren. 50 000 Euro tragen wir selber. 175 000 Euro Fördermittel hatten wir beantragt. Die Fördermittel wurden leider abgelehnt”, bedauern die Schützen. „Mit gut 240 Mitgliedern gehören wir zu den größten Schützenvereinen im Land Brandenburg. Haben eine aktive Jugendarbeit. Unsere Mitgliederzahl steigt permanent”, zählt Steffen Gitter auf. Wer Interesse hat in der Schützengilde aktiv mitzumachen, kann den Schützen immer mittwochs zwischen 15 und 19 Uhr, sowie sonntagvormittags zwischen 10 und 12 Uhr über die Schulter gucken. Jens Wegner