Die ersten „AlltagsPerlen“ für Perleberg treten an
Ehrenamtliche Helferinnen und Helferschenken Zeit – älteste ist 91 Jahre alt

Helene Pienkny ist mit 91 Jahren die älteste ehrenamtliche Helferin – hier bei der Vertragsunterzeichnung mit Nicole Lindemann und Bürgermeister Axel Schmidt.Fotos: Renè Hill/Stadt Perleberg
Perleberg. Zwölf ehrenamtliche Helfer – zehn Frauen und zwei Männer – haben vergangene Woche im Großen Sitzungssaal des Rathauses ihre Ehrenamtsverträge unterzeichnet. Sie sind ab sofort in der Stadt und den Ortsteilen als Besuchsdienst unterwegs, um den Menschen „Zeit zu schenken“. Die „AlltagsPerlen“ besuchen die Menschen in ihrem Zuhause, bringen Abwechslung in den Alltag, minimieren das Gefühl von Einsamkeit und steigern das Selbstwertgefühl.

„Wir sind ab sofort als ein von der Pflegekasse anerkannter Besuchsdienst aktiv“, sagt „Pflege vor Ort“-Koordinatorin Nicole Lindemann, die das Projekt der „AlltagsPerlen“ initiiert und erfolgreich umgesetzt hat. Mit dieser Vertragsunterzeichnung in Perleberg beginne etwas Neues. „Erstmalig wird ein derartiger Besuchsdienst von einer Kommune angeboten, wir sind somit Vorreiter“, freut sich Nicole Lindemann.

Die Möglichkeiten der kostenfreien Unterstützungsangebote sind vielfältig. Sie reichen von der Hilfe zur gemeinsamen Erledigung alltäglicher Aufgaben im häuslichen Umfeld, über den Besuch pflegebedürftiger oder alleinstehender Einwohner, gemeinsames Kochen, Backen und Aufräumen und Spazierengehen bis zu Ausflügen mit der „RikschaPerle“. Alle Anwesenden haben den Qualifizierungskurs für ehrenamtliche Helfer gemäß § 45 SGB XI erfolgreich absolviert und verfügen damit über die erforderliche Qualifikation. Mit der Unterzeichnung des Ehrenamtsvertrags erhielten sie zudem den Ehrenamtsausweis der Rolandstadt Perleberg.

Mit 91 Jahren ist Helene Pienkny die älteste der „AlltagsPerlen“. Als sie von dem Perleberger Projekt hörte, hat sie eigenständig die Initiative ergriffen und sich an Nicole Lindemann gewandt. Bürger, die den kostenfreien Besuchsdienst in Anspruch nehmen möchten, setzen sich mit Nicole Lindemann in Verbindung. Gemeinsam wird dann ein Termin im häuslichen Umfeld vereinbart, Bürgermeister Axel Schmidt (parteilos) lobt das Engagement der engagierten Helfer. Nicole Lindemann ergänzt: „Sie ermöglichen durch Ihre Einsätze ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben im vertrauten Wohnumfeld und können mit dem Besuchsdienst Türen für die professionelle Pflege öffnen.“ dre
Wer sich für den Besuchsdienst ausbilden lassen oder ihn in Anspruch nehmen möchte, kann sich an die „Pflege vor Ort“-Koordinatorin wenden. Diese ist im Rathaus, Großer Markt 1a, Tel. 03876/
781-133, E-Mail: pflegevorort@
stadt-perleberg.de, zu erreichen. Spenden für das Projekt sind möglich mit dem Verwendungszweck „Spende für „AlltagsPerlen“ an die Stadt Perleberg, IBAN: DE85 1605 0101 1311 0044 63.

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