Eine „positive Bilanz“
Volks- und Raiffeisenbank Prignitz eG berichtet über das Geschäftsjahr 2025

Im Neuen Hennings Hof kamen bei der Versammlung Mitglieder,  Aufsichtsrat und Gäste zusammen.Fotos: Sina Gooßen
Perleberg. „Auf der Generalversammlung der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz eG präsentierte der Vorstand eine erfreuliche Entwicklung für das Geschäftsjahr 2025“, so Ronny Löwe, Sprecher der Bank. Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds habe die Genossenschaftsbank ihre starke Position in der Region weiter ausbauen können und verzeichne „überdurchschnittliches Wachstum“. „Gerade in unsicheren Zeiten wünschen sich die Menschen Verlässlichkeit, Stabilität und Sicherheit – genau dafür steht unsere Genossenschaftsbank“, betonte Vorstandsmitglied Ingo Schlender bei der im Neuen Hennings Hof stattgefundenen Versammlung vor Mitgliedern, dem Aufsichtsrat und Gästen.

Die Bank erzielte laut eigenen Angaben im Jahr 2025 eine Bilanzsumme von 1,47 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 9,0 Prozent entspreche. „Besonders positiv entwickelte sich das Kreditgeschäft, das um 87 Millionen Euro (+ 8,5 %) wuchs“, so Ronny Löwe. Eine steigende Nachfrage bei Finanzierungen wurde insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft, erneuerbare Energien sowie Transport und Logistik verzeichnet. Die Kundeneinlagen stiegen um 91 Millionen Euro (+ 8,5 %) auf insgesamt 1,17 Milliarden Euro. „Insgesamt betreute die Bank ein Kundengesamtvolumen von 2,724 Milliarden Euro – ein Zuwachs von über 180 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr und ein Spitzenwert im landesweiten Vergleich.“

Insgesamt 32 793 Kunden nutzten zum Jahresende 2025 die Dienstleistungen der Bank. Im vergangenen Jahr wurden etwa 1100 neue Privat- und Firmenkonten eröffnet. Ein besonderer Fokus liege weiterhin auf der Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte, gibt die Bank bekannt. Aktuell bildet die Bank 13 junge Menschen in kaufmännischen und IT-Berufen aus. Im Jahr 2025 stellte die Bank mit Florian Kschonsak zudem den landesbesten Auszubildenden im Berufsbild Bankkaufmann in Brandenburg.

Im „Internationalen Jahr der Genossenschaften“ setzte die Bank mit dem Kunstprojekt „Talerreigen“ ein sichtbares Zeichen für ihre Werte. Zwei Skulpturen wurden bereits in Pritz­walk und Wittenberge eingeweiht, eine weitere Installation ist in der zweiten Jahreshälfte in Perleberg geplant.

Im Bereich Zahlungsverkehr äußerte sich der Vorstand zurückhaltend zur Einführung eines digitalen Euros. Dieser würde aus Sicht der Bank hohe Kosten verursachen und bestehende Ressourcen binden. Stattdessen setze die Bank auf etablierte Lösungen wie die europäische Bezahlfunktion „Wero“, die schnelle digitale Zahlungen ermögliche.

Der Vorstand schlug vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 645 434,45 Euro wie folgt zu verwenden: Acht Prozent Dividende soll an die Mitglieder fließen – das entspricht 138 234,00 Euro – 262 000 Euro sind eingeplant für die gesetzliche Rücklage, 245 200 Euro für andere Ergebnisrücklagen, gibt Ronny Löwe bekannt. „Unser Erfolg basiert auf einer starken Gemeinschaft und dem täglichen Einsatz unserer Teams“, so Vorstand Ingo Schlender am Ende der Generalversammlung. WS

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