Michel Stephan führte die Gäste durch die Werkhallen. Er hat von der Pike auf bei Gefinex gelernt und ist seit Januar 2024 Werksleiter. In den vergangenen Jahren sei in der Produktion vieles umstrukturiert worden, sagte er: „Wir haben zum Beispiel vom Vier- auf das Drei-Schicht-System umgestellt, die Abläufe effizienter gestaltet und viel digitalisiert.“ Der Maschinenpark wird speziell nach den Bedürfnissen selbst entwickelt.
In den Produktionsstrecken werden täglich bis zu zwei Tonnen Kunststoffgranulat verarbeitet. Die Kapazität der Anlagen liegt bei 120 Millionen laufenden Metern Dämmstoffe, 2025 lag die Auslastung bei 67 Millionen laufenden Metern. Zum Schäumen der Dehnungsstreifen, Dampfsperren, selbstklebenden Abdichtungsfolien oder Mauerwerkssperren wird Propangas verwendet.
Michel Stephan blickt zuversichtlich auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Um sich von Preisschwankungen unabhängig zu machen, sichert ein Lager die Produktion für sechs bis acht Monate ab. Die Auslastung werde immer besser, so der Werksleiter. Die Produktionsstrecken in Steffenshagen werden nach und nach modernisiert und komplett digitalisiert. Über dem Parkplatz stehen Schatten spendende PV-Anlagen, die rund ein Drittel des Energiebedarfs in der Produktion abdecken. In der Forschungsabteilung wird auf nachhaltige Rohstoffe hingearbeitet, die den Kunststoff für die geschäumten Dämmstoffe ersetzen. So wurde bereits eine neue Produktlinie eingeführt. Für den skandinavischen Raum müssen die Produkte ein Zertifikat haben, das den ökologischen Fußabdruck vom Rohstoff bis zum Recycling dokumentiert.
In Steffenshagen arbeiten rund 100 Beschäftigte. Das Durchschnittsalter liegt bei 37 Jahren. Das Unternehmen gehört seit 2017 zur österreichischen Steinbacher Gruppe, die noch einen dritten Standort im polnischen Czosnów (bei Warschau) hat. 80 Prozent der Produkte aus Steffenshagen werden in Deutschland vermarktet. dre