Jetzt ist der Kirchturm dran
Die Sanierung der Sankt-Jacobi-Kirche in Perleberg wird fortgesetzt

Der Kirchturm der Sankt-Jacobi-Kirche bleibt eingerüstet. Bis Ende November läuft der zweite Bauabschnitt der Sanierung.Foto: Renè Hill/Stadt Perleberg
Perleberg. Der eingerüstete Kirchturm der Sankt-Jacobi-Kirche verkündet es: Die Sanierung wird fortgesetzt. Mit der Einweihung der Glocken am 21. Juni wurde der 1. Bauabschnitt beendet, so Klaus-Dieter Graf von der Baugruppe. „Mit dem zweiten. Bauabschnitt wurde bereits begonnen“, ergänzt Gerhard Gundske. „Jetzt geht es um die Sanierung des Kirchturmes. Später folgt mit dem Treppenbau der dritten Bauabschnitt.“

Pfarrerin Verena Mittermaier, Gerhard Gundske und Klaus-Dieter Graf, die seitens der Kirchengemeinde für das umfangreiche Bauprojekt verantwortlich zeichnen, sind mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Auch mit der Resonanz, auf die dieses Vorhaben in der Perleberger Bevölkerung stößt.

Der zweite Bauabschnitt beinhaltet die Fassadenertüchtigung des oberen Kirchturmbereiches. Es gehe darum, Gefahrenquellen zu beseitigen. „Hier hat der Frost einige geschaffen“, weiß die Pfarrerin. Ebenso gehe es um die Giebelsanierung. Diese hätten sich acht beziehungsweise zwölf Zentimeter nach außen geneigt, so Gerhard Gundske. „Am Turm gibt es noch einiges zu tun.“ Und er listet auf: „So gilt es, neue Formziegel herzustellen, um diese am Schmuckband und den Lazarettfenstern auszutauschen. Die Fassade muss erst einmal gereinigt werden, von Flechten, Moosen, Vogelkot, Bewuchs und Ausblühungen befreit werden.“ Klaus-Dieter Graf berichtet, dass dafür demnächst ein Probefeld begonnen wird, um es auszutesten.

„Außerdem erfolgt der Austausch von Ziegeln“, fährt Gerhard Gundske fort. Für die geschädigten Klosterziegel kommen Steine aus Rathenow zum Einsatz. Diese sind bei den Bauarbeiten an der dortigen Sankt-Marien-Andreas-Kirche übrig geblieben. Außerdem gilt es Putzarbeiten durchzuführen. Dafür und für die Verfugung müssen besondere Kalkmischungen hergestellt werden. Zimmermanns- und Holzarbeiten sowie Dachdecker- und Klempnerarbeiten komplettieren die Sanierungsarbeiten am Kirchturm.

Die Baumaßnahmen des zweiten Bauabschnitts sollen am 30. November abgeschlossen sein. Gerhard Gundske sagt es konkreter: „Die Bauarbeiten müssen dann fertig sein, denn wir müssen ab dann mit einem Wintereinbruch rechnen.“

Wie es dann weitergeht, können die Bauverantwortlichen noch nicht sagen. Denn der dritte Bauabschnitt, der Treppenbau ist noch nicht ausfinanziert. „Wir müssen abwarten, welche Fördermittel wir bekommen“, sagen sie. Deshalb bitten sie auch weiterhin um Spenden.

Auf alle Fälle bekommt der Kirchturm eine neue Holztreppe. 186 Stufen führen bis ganz nach oben. Dass auch die neue Treppe wieder aus Holz gebaut wird, sei eine Forderung der Denkmalbehörde, so Klaus-Dieter Graf. Mit der neuen Treppe sei es dann wieder möglich, zum Glockenturm zu kommen.

Pfarrerin Verena Mittermaier, Gerhard Gunske und Klaus-Dieter Graf sind stolz auf das, was sie bisher bei der Kirchturmsanierung geschafft haben. Aber auch auf die positive Resonanz, auf die sie immer wieder in der Bevölkerung stoßen. „So ein Projekt erledigt sich nicht im Alleingang“, sagt die Pfarrerin. Und Gerhard Gundske ergänzt: „Wir sind eine gute Truppe und wir bekommen sehr viel Unterstützung und Anerkennung von den Perlebergern.“ Und diese Unterstützung und Anerkennung motiviere sie immer wieder, die nächsten Schritte zu besprechen und zu planen, um das Projekt erfolgreich abzuschließen. WSWer die Kirchturmsanierung unterstützen möchte, kann das gern mit einer Spende über dieses Konto tun:
Empfänger: Kirchenkreisverband Prignitz-Havelland-Ruppin
IBAN: DE36 1605 0101 1311 0001 07
Spendenzweck: Kirchturmprojekt Perleberg
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