Die Schauplätze des Romans sind nur teils fiktiv, so gibt es die Universität Unter den Linden ebenso wie den Dorotheenstädtischen Friedhof und die Porzellanmanufaktur F.A. Schumann. Der Autor vermittelt interessante Informationen über die Orte der Handlung, ohne ins Enzyklopädische abzugleiten. Er spart dabei soziale Gegensätze nicht aus.
Der Ursprung des Geschehens liegt in exotischen Welten südlich des Amazonas und bringt Abenteuergeist hinein. Ein spezieller Akzent wird durch Totenbeschwörungen gesetzt, die mit sogenannten Grimoires bewerkstellig werden sollen. Das sind magische oder okkulte Anleitungen, die Zauber, Rituale und geheimes Wissen enthalten.
Öhri versucht sich an einer Meisterklasse des Kriminalromans, dem eigentlich unmöglichen Verbrechen. Auf einem Rittergut hinter den Ahrensfelder Bergen östlich von Berlin wird ein geheimnisumwitterter Edelstein gestohlen. Er befindet sich in einem aufwendig gesicherten, verschlossenen Raum, zu dem niemand Zutritt gehabt haben dürfte. Wie also konnte der Diebstahl geschehen? Wer steckt dahinter? Und was hat der Okkultismus damit zu tun?
Eine Herausforderung in der Tradition von Edgar Allan Poe und Gaston Leroux. Der Leser bekommt alle Informationen, die auch den ermittelnden Polizisten zur Verfügung stehen. Hier gibt es kein verborgenes Wissen, auch keinen Geistesblitz, den nicht selbst haben könnte, wer aufmerksam liest.
Probieren Sie es aus, folgen Sie der Ermittlung. Wie lange werden Sie brauchen, um die Lösung zu finden? rvÖhri, A.: Die Tote von Lichtenberg. Gmeiner Verlag. 2026.