Perleberger Stadtansichten
Vortragsabend im Stadt- und Regionalmuseum mit Torsten Foelsch

Perleberg, Großer Markt mit Rolandstadtbild und Blick in die Poststraße, um 1912.Foto: Archiv Stadt- und Regional-museum Perleberg
perleberg. Das Erscheinungsbild der Stadt Perleberg hat sich im Verlauf der Zeit kontinuierlich verändert. Einer, der sich mit dem Wandel der Stadtansichten auskennt, ist Torsten Foelsch, Mitarbeiter des Stadt- und Regionalmuseums. Am kommenden Montag, dem 5. Oktober, ab 19 Uhr wiederholt er auf vielfachen Wunsch seinen Vortrag zu diesem Thema.

Das Perleberger Stadt- und Regionalmuseum verfügt über eine umfangreiche Veduten-Sammlung (Gemälde, Steindrucke oder Kupferstiche), die Perlebergs Stadtbild seit dem späten 16. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts überliefert. Gerade die Häuser der Altstadt wechselten oft ihr Antlitz. Alte Häuser mussten neuen weichen, Fachwerkhäuser wurden von Steinbauten verdrängt, mittelalterliche Steinbauten wichen wiederum Fachwerkbauten. Jede Stilepoche brachte neue Veränderungen in der Art und Weise, zu bauen und die Häuser baukünstlerisch zu gestalten. So ist auch das Perleberger Stadtbild ein Spiegelbild der Architekturgeschichte. Eine Konstante aber blieb bis heute erhalten: der mittelalterliche Stadtgrundriss, der vom Verlauf der Stepenitz bestimmt war, als man um 1200 damit begann, hier eine deutsche Stadt aufzubauen.

Mit dem Einzug der Fotografie und den beiden ersten Perleberger Fotografen, Hermann Schulla und Adolph Zeisig, wird das Bild der Stadt ab 1862 allumfassend im Foto gebannt und dokumentiert. Später waren es dann die Fotografen Theodor Graefe, Wilhelm Ratig, Max Zeisig und Hans Eylert, die das Antlitz der Stadt meisterhaft im Foto bannten und unschätzbare Bilddokumente hinterlassen haben. Schier unendlich ist der Fotoschatz des Museums mit Ansichten Perlebergs und seiner Häuser.

Im Vortrag werden bekannte und vor allem viele unbekannte Veduten und Fotografien, die das Stadtbild, einige Straßen und Plätze und einzelne Häuser zeigen, vorgestellt und im geschichtlichen und baugeschichtlichen Kontext von Torsten Foelsch erläutert. Viel werden die Gäste auch über die einzelnen Familien, die hier wohnten und die Baumeister, die hier bauten, sowie die Vermesser, die die Stadtpläne zeichneten, erfahren. WSEine Anmeldung via Tel. 03876/ 781422 oder E-Mail: museum@
stadt-perleberg.de wird erbeten.
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