Kanzel der Dorfkirchein Granzow wird restauriert
Stiftung Denkmalschutz fördert Arbeiten an dem mehr als 300 Jahre alten Bauwerk

Wird gefördert: Altar-Restaurierung.Foto: Marek Fiedorowicz
granzow. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) kann dank der Erträge aus Stifterdarlehen restauratorische Arbeiten am Kanzelaltar der Dorfkirche in Granzow mit 15  000 Euro fördern. Der Kanzelaltar entstand um 1700 und ist der Werkgruppe des Havelberger Tischlers und Bildschnitzers Heinrich Joachim Schultz zuzuordnen. Die Kanzelaltäre in Giesendorf und Schönhagen weisen große Ähnlichkeit mit dem Altar in Granzow auf. Charakteristisch sind jeweils ein reich geschnitzter vieleckiger Kanzelkorb und schwere Akanthuswangen sowie auf den Giebelansätzen Putten, die vom Schalldeckel hängende Draperien halten. Darüber hinaus haben die Werke der Schultz-Werkstatt bestimmte stilistische Gemeinsamkeiten. Zu nennen ist hier vor allem die hervorragende Qualität der Tischlerarbeit. Zahlreiche Schäden wie Abplatzungen der Farbfassungen und Abbrüche der Schnitzerei sowie insgesamt die Verschmutzungen der Oberfläche machen eine Bearbeitung des Kanzelaltars notwendig. Die Restaurierungsmaßnahmen umfassen die Erarbeitung der Restaurierungskonzeption, die Fassungsfestigung, Holzverfestigung an zugänglichen Bereichen und die Befestigung gelockerter Teile.Die Orgel in Granzow gehört zu den heute mehr als 770 Denkmalen, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale bisher allein in Brandenburg fördern konnte. WS
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