Vom Glück bis zu großen Missverständnissen
Erstes Amateurfilmfestival mit feierlicher Preisverleihung in Pritzwalk

Die Bürgermeister Ronald Thiel und Oliver Hermann bei der Preisverleihung.Foto: Veranstalter/Plan B
Pritzwalk. Das erste Amateurfilmfestival für Kinder und Jugendliche in der Prignitz – Drehmomente – fand großen Anklang und war wie ein großes Filmfestival richtig feierlich: Das zeigte sich kürzlich bei der Preisverleihung in Pritzwalk, zu der sich 140 Gäste eingefunden hatten. Organisiert haben das Festival die Mitglieder des Vereins „Plan P – Potentiale, Praxis, Perspektiven e.V.“. Pritz­walks Bürgermeister Ronald Thiel und sein Wittenberger Amtskollege Oliver Hermann (beide parteilos) waren eingeladen.

22 Filme wurden prämiert, von denen das Publikum kleine Zusammenschnitte sehen konnte. Es gab ernste Themen wie Krieg und Klimawandel, aber auch Witziges wie „Eure Jugend ist verloren“ oder einen tauchenden Legomann. Immer behandelten die Filme Themen, die den jungen Filmschaffenden sehr am Herzen lagen. Die Einreicher hatten alleine oder im Team gedreht. Aus Pritzwalk waren drei, aus Wittenberge vier Kurzfilme eingereicht worden.

Bürgermeister Ronald Thiel freute sich, dass als Austragungsort für das erste Kinderfilmfestival Pritzwalk gewählt worden war. Die Stadt Pritzwalk hat das Festival unter anderem mit der Nutzung des Kulturhauses unterstützt.

Bewertet wurden die Filme in zwei Alterskategorien: Kategorie I für Filmschaffende bis 15 Jahre und Kategorie II ab 15 Jahre. Nach aufwendiger Juryarbeit wurden die jeweils drei besten Filme beider Kategorien ausgezeichnet:

■ 1. Platz, Kategorie I: Mathilda Endrigkeit (Pritzwalk) mit dem Animationsfilm „16 Jahre jung“ – ein Film über einen Jungen, der mit sechzehn Jahren in den Zweiten Weltkrieg eingezogen wird.

■ 2. Platz, Kategorie I: der Festland e.V. (Klein Leppin) mit „Heiß hier?! Ein Blick in die Zukunft“ – eine kreative Auseinandersetzung mit dem Klimawandel.

■ 3. Platz, Kategorie I: „Das große Missverständnis“ von Tom-Kaya Toor und Marvin Homuth – ein actionreicher Trickfilm mit Lego-Figuren.

■ 1. Platz, Kategorie II: Uliana Rossoshanskaia (Pritzwalk) mit dem Film „Vom Glück flüstern die Bäume“ – über die Einfachheit und die Kunst des Innehaltens.

■ 2. Platz, Kategorie II: Yamen Schofan (Wittenberge) mit dem Film „Mitten im kalten Sommer“, in dem er seine Gedanken und Gefühle teilt, wie es ihm erging, als er zehn Jahre nach seiner Flucht aus Syrien zum ersten Mal zurückkehrte.

■ 3. Platz, Kategorie II: die Band „Teenage Dream“ (Perleberg) mit ihrem Musikvideo, in dem sie den Song „Come as You Are“ von Nirvana in einer eigenen Coverversion interpretiert.

Gefördert wurde das Projekt von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt mit den Förderprogrammen NEULANDGEWINNER und der Auszeichnung machen!2026 sowie der Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam. Unterstützt wurde das Projekt von der Stadt Pritzwalk, der Wohnungsbaugesellschaft Pritz­walk mit dem Kulturhaus,sowie den Firmen KAMELEA Film und JKS Metallverarbeitung aus Perleberg. WS
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