Obwohl die vergangenen Tage zuletzt auch wieder Temperaturen über Null Grad gebracht haben, birgt der Winter auch weiterhin oft unterschätzte Gefahren: Zugefrorene Gewässer locken zum Schlittschuhfahren oder zum Überqueren, doch sie können auch schnell zu einer großen Gefahr werden. Die Feuerwehr appelliert deshalb an alle Menschen, Eisflächen nur zu betreten, wenn sie von lokalen Behörden freigegeben wurden. Was vom Ufer aus sicher und stabil aussieht, kann schon wenige Meter weiter brüchig und instabil sein. Fahrrinnen, Strömungen oder Wasserzuflüsse führen dazu, dass Eisflächen auch bei länger anhaltendem Frost nicht sicher sind. Eis auf stehenden Gewässern ist erst ab mindestens 15 Zentimetern Dicke wirklich sicher, so die Wasserwacht des DRK. Bei fließenden Gewässern sollte die Eisdicke 20 Zentimeter betragen. Alles andere wäre lebensgefährlicher Leichtsinn, warnen die Experten.
Wer ins Eis einbricht, unterkühlt innerhalb kürzester Zeit und droht zu ertrinken, auch wenn er ein guter Schwimmer ist. Bei einem Einbruch droht die Gefahr, aufgrund der nassen Kleidung und des immer wieder abbrechenden Eisrandes nicht mehr allein aus dem Wasser zu kommen. Wer in einem solchen Fall helfen will, sollte dem Eingebrochenen einen Schal oder einen Stock reichen beziehungsweise ein Seil zuwerfen, um ihn aus dem Wasser zu ziehen. Auf keinen Fall darf man sich dabei selbst in Gefahr bringen. Eine Leiter kann helfen, das Gewicht auf dem Eis zu verteilen und vor einem eigenen Einbruch schützen. Gabriele ElstermannWichtig ist es, so schnell wie möglich einen Notruf (112) abzusetzen und dabei so genau wie möglich Ort und Art des Unfalls zu schildern.