Hoffen auf Entlastung
Die Zuschaltung der dritten Fahrspur aufder A24 ist seit Ostern im Regelbetrieb

Wird der Standstreifen jetzt öfter als dritte Fahrspur frei gegeben?Foto: Andreas Vogel
ostprignitz-ruppin. Die Autobahn A24 wurde ursprünglich dreispurig geplant. Bis zur Abfahrt Kremmen (Oberhavel) wurden diese Pläne auch umgesetzt, aber von dort an – trotz vorhandener Baugenehmigung – erfolgte der Ausbau nur zweispurig. Im Abschnitt von Kremmen nach Fehrbellin wurde zudem nur ein bei Bedarf befahrbarer Standstreifen hergerichtet.

Angesichts des stark schwankenden, aber auch wachsenden Verkehrsaufkommens sollte die zeitweise Freigabe dieses Standstreifens als dritte Fahrspur einen Beitrag zur Entlastung der Strecke leisten. Die technische Anlage für die temporäre Nutzung des Standstreifens wurde im Abschnitt zwischen Kremmen und Fehrbellin vor geraumer Zeit installiert, jedoch bislang nach Wahrnehmung vieler Nutzer der A24 selten aktiviert. Landrat Ralf Reinhardt hat sich deshalb jüngst erneut bei der Autobahn GmbH nach den Gründen dafür erkundigt.

Nach Auskunft der Autobahn GmbH sollen bislang technische Schwierigkeiten verhindert haben, dass die Standspuren regelmäßig in Bedarfsfällen freigegeben werden konnten. Insbesondere habe die Datenverbindung zu Beginn nicht die Steuerung mehrerer beziehungsweise aller Abschnitte der Regelungsbereiche zeitgleich ermöglicht. Mittlerweile seien diese Probleme jedoch behoben und das System an die Berliner Leitzentrale angeschlossen worden.

Damit soll die Zuschaltung der dritten Fahrspuren nach Informationen der Autobahn GmbH bei hohem Verkehrsaufkommen regelmäßig und bei Erforderlichkeit auch für beide Fahrtrichtungen gleichzeitig erfolgen können. Maßgeblich sei dabei eine Verkehrsdichte von mehr als 40 Fahrzeugen pro definiertem Streckenabschnitt.

Landrat Ralf Reinhardt (SPD) begrüßt die zugesagten Verbesserungen als kleinsten Kompromiss: „Die A24 ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen in unserer Region. Jede sinnvolle Maßnahme zur Verbesserung des Verkehrsflusses und zur Vermeidung von Staus wäre ein Gewinn sowohl für Pendler als auch für den Reiseverkehr. Ich hoffe sehr, dass sich die Erwartungen der Autobahn GmbH zum Guten hin erfüllen.“ WS
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