Die Handy-Aktion „Alte Phones smart nutzen“ ist eine Kampagne von INKOTA in Zusammenarbeit mit „Freddy – Ein Datenfresser“, dem Rücknahmesystem von JuRec IT. Hier werden die Handys sachgerecht recycelt oder nach der zertifizierten Datenlöschung ganz oder in Teilen weiterverwendet. So werden sowohl wertvolle Rohstoffe als auch Menschenrechte geschützt. Denn der Rohstoffabbau ist nach wie vor ein schmutziges, giftiges Geschäft. Mit der Produktion neuer Mobiltelefone und dem Abbau notwendiger Metalle gehen noch viel zu oft Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung einher. Damit soll Schluss sein, meinen die Organisatoren der Kampagne.
Ein erster Schritt ist die Wiederverwendung von dem, was bereits da ist. Von den Erlösen aus dem Recycling und dem Verkauf erhält die Handyaktion Berlin-Brandenburg vom Sammelpartner Freddy Datenfresser je nach Gerät zwischen 20 Cent und 2 Euro. Damit werden Projekte von INKOTA unterstützt, die sich für Menschenrechte im Bergbau stark machen. INKOTA ist ein entwicklungspolitisches Netzwerk, das sich seit 1971 (damals in der DDR) für die Bekämpfung von Armut und Hunger, für eine gerechte Globalisierung und Klimagerechtigkeit einsetzt. Zur Zeit unterstützt das Netzwerk zum Beispiel ein Projekt in Sierra Leone. Dort sind Menschen von Landraub, Vertreibung und Verschmutzung von Gewässern und Böden durch Bergbau betroffen. Gemeinsam mit einem lokalen Partner werden Gemeinden in den Distrikten Kenema und Kono bei der Einforderung ihrer Rechte gegenüber den Bergbauunternehmen unterstützt. Die Menschen erlangen Kenntnisse über Umwelt- und Bergbaugesetze. Sie werden darin geschult, gemeinschaftlich die Unternehmen zu überwachen, damit diese ihre Pflichten einhalten.
In Neuruppin beteiligen sich der Verein ESTAruppin gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde und der Evangelischen Schule an der Handy-Kampagne. Sie rufen dazu auf, alte Smartphones und Tablets (keine Ladekabel) in speziell dafür bereit gestellte Sammelboxen zu werfen. In Neuruppin stehen diese Sammelboxen beim Weltladen in der Karl-Marx-Straße 98/99, beim ESTA-Büro im Mehrgenerationenhaus Krümelkiste, im Evangelischen Gemeindebüro in der Virchowstraße 13 und am Bauspielplatz in der Herman-Matern-Straße 68 sowie in der Evangelischen Kita, in der Kita von ESTAruppin und der Evangelischen Schule. WS