Musik von Bach und Mozart
Das Brandenburgische Staatsorchester spielt am morgigen Pfingstsonntag in Neuruppin

Das Brandenburgische Staatsorchester unter Leitung von Takao Ukigaya gibt morgen ein Konzert in der Kulturkirche in Neuruppin.Foto: Tobias Tanzyna
Neuruppin. Am morgigen Pfingstsonntag, dem 24. Mai, spielt ab 17 Uhr das Brandenburgische Staatsorchester unter Leitung von Takao Ukigaya in der Kulturkirche in Neuruppin. Vier großartige Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts reichen sich dort die Hände.

Den Einstieg macht der 19-jährige Geiger Moana Nakamura mit dem zweiten und dritten Satz aus dem Violinkonzert E-Dur von Johann Sebastian Bach. Moana spielt seit seinem dritten Lebensjahr Geige, trat 2015 erstmals als Solist mit einem Streichorchester auf, besuchte das Musikgymnasium „Carl Philipp Emanuel Bach“ in Berlin und wird derzeit von der Neuruppiner Musikschulleiterin Charlotte Balle auf das Musikstudium vorbereitet.

Mit Wolfgang Amadeus Mozart geht es im Programm weiter. Von ihm spielt das Staatsorchester die brillante Ouvertüre aus der Komödie „Der Schauspieldirektor“. Die Komödie mit Musik wurde 1786 in der Orangerie des Schlosses Schönbrunn in Wien uraufgeführt. Sie persifliert den Theaterbetrieb und insbesondere den Konkurrenzkampf zweier Primadonnen.

Der spätere Komponist Johann Nepomuk Hummel hat zwei Jahre lang bei Wolfgang Amadeus Mozart in Wien gelebt, nachdem Mozart das Talent des damals Achtjährigen erkannt hatte. Hummel wurde sein Vorspieler am Klavier und lernte so zahlreiche Werke unterschiedlicher Komponisten kennen. Er wurde selbst ein großer Pianist und Komponist und trug den Mozartschen Tonfall hinein ins 19. Jahrhundert. Zu seinen zahlreichen Kompositionen – Klavier-, Orchester-, Kammermusikwerke, Opern, Singspiele, Kantaten, Messen – zählt auch sein Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur. In Neuruppin übernimmt Thilo Hoppe den Solopart.

Nach der Pause erklingt die Sinfonie Nr. 4 A-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy. Er verarbeitete darin die Eindrücke seiner Italienreise von 1830/31. Mit stürmischem Erfolg wurde die „Italienische“ am 13. Mai 1833 unter seiner Leitung in London uraufgeführt. Die beiden Ecksätze tragen tatsächlich den leichten, südländischen Charakter. Die beiden Mittelsätze sind deutlich melancholischer und „nordischer“. WS

Karten für das morgige Sinfoniekonzert sind noch an der Tageskasse erhältlich. Vor dem Konzert liest ab 15 Uhr auf dem Kirchplatz der Schauspieler Hans Machowiak aus dem Fontane-Roman „Graf Petöfy“.

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