Turm soll als erstes restauriert werden
In Gentzrode fand zweites Treffen des Steuerungskreises in diesem Jahr statt

Am 2. Juni traf sich der Steuerungskreis Gentzrode zum zweiten Mal in diesem Jahr. Foto: Steffen Sendler
Gentzrode. Am 2. Juni fand zum zweiten Mal in diesem Jahr ein Treffen des Steuerungskreises Gentzrode statt. Mit dabei waren Jan Juraschek, Baudezernent von Neuruppin, Sabrina Nebel, Sachgebietsleitung Rechtliche Bauaufsicht und Denkmalschutz des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, Werner Nüse, Dezernent Bauen, Ordnung, Umwelt des Landkreises OPR, Dr. Andreas Salgo, Referatsleiter Baudenkmalpflege, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, spowie Steffen Sendler, Gentzrode GmbH/ Sendler & Company.

Nach dem Auftakttreffen im Frühjahr standen im Mittelpunkt des Vor-Ort-Termins auf dem Gut Gentzrode der aktuelle Zustand der Bauten, die Maßnahmen zu Schutz und Erhalt sowie die Pläne zur weiteren Entwicklung.

Die seit 2020 gemeinsam mit Stadt, Landkreis und Denkmalpflege initiierten Schutzmaßnahmen werden durch den Eigentümer, die Gentzrode GmbH, Neuruppin, fortgeführt.

Die im Jahr 2024 mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz begonnene Restaurierung des Rundturms des Kornspeichers von 1864 soll durch die weitere denkmalgerechte Instandsetzung der Fassadenhülle aus Dach, Zinnengang und Fassade in den kommenden Monaten fortgesetzt werden. Ziel ist es, den Turm als erste Einheit zu restaurieren und für erste Nutzungen herzurichten. Weitere Schritte sollen dann zunächst am Herrenhaus erfolgen, um dem erhöhten Restaurierungsbedarf des Gebäudes aus dem Jahr 1876 nachzukommen. Hierzu sind sowohl Planungs- und Genehmigungs- als auch die konkreten Baumaßnahmen angesetzt.

Der Steuerungskreis erläuterte nach der erneuten erfolgreichen Teilnahme am „Tag der Baukultur“ Möglichkeiten weiterer temporärer Nutzungen des Gutes in der Bauphase, wie den kommenden „Tag des offenen Denkmals“.

Zur langfristigen und dauerhaften Neunutzung finden derzeit Gespräche der Gentzrode GmbH mit Partnern aus den Bereichen Kultur, Bildung, Land- und Forstwirtschaft statt. Diese sind besonders wichtig, um das seit 1990 durch die Sowjetarmee freigezogene Gelände wieder nachhaltig mit Leben und Nutzung zu füllen. Der Steuerungskreis ist zur weiteren Entwicklung im direkten Kontakt – ein weiterer regulärer Vor-Ort-Termin ist für das Ende des dritten Quartals vorgesehen. WS
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