„Die schönsten Ouvertüren aus Opern und Operetten“ – so hat Dirigent Takao Ukigaya das Programm überschrieben. Und schon wirbelt die Ouvertüre zu Mozarts „Figaros Hochzeit“ in jagendem Tempo vorüber. Mozart komponierte das Stück 1786.
Ebenso beliebt ist die Egmont-Ouvertüre von Ludwig van Beethoven. Er schrieb sie 1809 für eine Aufführung von Goethes Trauerspiel „Egmont“ am Wiener Burgtheater. Es ist die bekannteste und am meisten gespielte Schauspielmusik zum Egmont-Drama.
Perfekt ist auch die Ouvertüre von Carl Maria von Weber zu seiner Oper „Der Freischütz“ (1821). Schon die ersten Akkorde wirken düster und unheilvoll. Sofort stellt sich das Gefühl ein: Ob das gut ausgehen wird? Es wird. Der Klang lichtet sich, die Hörner blasen zur Jagd, Lichtstrahlen brechen durch den frühen Nebel.
Johann Strauß (Sohn) schuf 1874 ein Meisterwerk. Die Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“ verlangt dem Orchester alles ab und bildet einen Prüfstein auch für große Dirigenten.
Der zweite Konzertteil unter freiem Himmel startet mit Gioacchino Rossini. Von ihm stammen die Opern „Die diebische Elster“ (1817) und „Der Barbier von Sevilla“ (1816). Die „Diebische Elster“ entstand in höchster Eile. Das Vorspiel dazu hat Rossini am Tag der Uraufführung unter dem Dach der Scala geschrieben, wo ihn der Direktor gefangen gesetzt hatte.
Außerdem erklingt die Ouvertüre zur Verdi-Oper „Die sizilianische Vesper“ (1855). Mit Jacques Offenbachs Ouvertüre zur Operette Orpheus in der Unterwelt endet das Sommerkonzert. Der „Orpheus“ verkörpert wie kaum ein anderes Stück der Musikliteratur Frohsinn, gute Laune und Heiterkeit. Besonderen Anteil daran hat auch der berühmte „Can Can“ am Ende der Ouvertüre. WSKarten fürs Konzert am Sonntag, dem 23. August, ab 17 Uhr in allen reservix-Vorverkaufsstellen, unter www.musikverein-neuruppin.de oder beim Musikverein Neuruppin (Tel. 03391/6598198, ket.bartsch@t-online.de).
Als Regenvariante ist das Kulturhaus Stadtgarten reserviert.