Auge in Augemit dem König
16-mal Kunst auf dem ukrb-Gelände – Aktion und Spaziergang„Kunst unterwegs“ am 26. und 28. August in Neuruppin

Das Denkmal von Friedrich Wilhelm II. auf dem Neuruppiner Schulplatz steht am 26. August im Mittelpunkt einer besonderen Aktion. Foto: Susanne-Wuttke
Neuruppin. Wir kennen ihn alle: Den König Friedrich Wilhelm II., liebevoll auch der „dicke Wilhelm“ genannt. Auf dem Schulplatz mitten in Neuruppin steht sein Denkmal. 1787 gab er die finanziellen Mittel frei für den Wiederaufbau der Stadt Neuruppin nach dem großen Stadtbrand 1787. In Dankbarkeit haben ihm die Neuruppiner ein Denkmal gesetzt, das am 26. August 1829 eingeweiht wurde.

197 Jahre später, am Mittwoch, dem 26. August, können die Ruppiner und Gäste dem König, der hoch oben auf einem Granitsockel steht, erstmals von 16 bis 17 Uhr in die Augen schauen. Per Hubsteiger geht es nach oben. „König auf Augenhöhe“ haben Cornelia Lambriev-Soost und Uta Bartsch vom Projekt „Kunst unterwegs“ die Aktion genannt. Den Einsatz des Hubsteigers nebst Fahrer spendieren die Neuruppiner Stadtwerke. Irina Rockel wird den Nachmittag am Königsdenkmal mit Geschichten und Informationen rund um das Denkmal begleiten.

Das Gesamtkonzept für das Denkmal mit Bronzefigur, rotem Granitsockel, Reliefs, Inschriften, Umfassungsgitter und einer gärtnerischen Platzgestaltung stammt übrigens von Karl-Friedrich Schinkel. Der Bronzeguss wurde vom Bildhauer Friedrich Tieck ausgeführt.

Um Kunst im öffentlichen Raum geht es auch am Freitag, dem 28. August, ab 16 Uhr auf dem Gelände vom ukrb-Gesundheitscampus (Ruppiner Kliniken). 16 Skulpturen, Keramikarbeiten und Wandgestaltungen befinden sich zwischen den Klinikgebäuden, Reha-Zentrum, Hospiz und Teichanlage. Darunter die zwei Bronzegüsse „Lauscher“ und „Luftgängerin“ von Jens Kanitz, der „Jahresbrunnen“ von Marianne Kühn-Berger, die Granitsteinskulptur „Phönix aus der Asche“ von Peter M. Stajkoski, Keramikarbeiten von Ursula Zänker und Ulrich Schumann, die Rehgruppe vom Bildhauer Johann Robert Korn, mehrere Arbeiten von Matthias Zágon Hohl-Stein und Streetart-Wandbilder von Nychos und Dede Bandeid.

Wer all diese Werke noch nicht entdeckt hat oder mehr darüber wissen will, kann sich am Freitag, dem 28. August, um 16 Uhr dem Kunstspaziergang mit Günter Rieger auf dem ukrb-Gelände anschließen. Treffpunkt ist am Eingang Fehrbelliner Straße. Die Führung ist kostenfrei.

Das Projekt „Kunst unterwegs“ soll dazu beitragen, Kunst im öffentlichen Raum wahrzunehmen, zu erleben und zu schätzen. Das Projekt wird gefördert durch die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH, die Stiftung Soziales Neuruppin, die Stadt Neuruppin und den Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Kunst unterwegs – Skulpturen, Fassadenmalerei, Reliefs

Samstag, 12. September,
Gildenhall, Nietwerder,
Lichtenberg

14 Uhr, Gildenhall, Schule

Relief von Dagmar Elsner-Schwintowsky, mit Britta Fuchs

14.30 Uhr, Nietwerder, an den Bären „Bären im Plausch“, Mitmachzeichnen mit Karin Rosenberg

16 Uhr, Lichtenberg, an der Kirche

Fotos von Uta Götz, Musik und Kaffeetafel mit den Lichtenbergern

Auch als Kunst-unterwegs-Radtour 13.30 Uhr ab Parzifal, Seepromenade

Sonntag, 20. September,
16 Uhr, Fontane-Denkmal

Performance am Fontane-Denkmal mit Chady Seubert

Sonntag, 11. Oktober, 15 Uhr, Tempelgarten

Kunstspaziergang im Tempelgarten mit Alexander Bandilla

„Kunst im Dialog“ mit Theatergruppe und Malkursen der Jugendkunstschule

16. November bis
31. Dezember, Kunstkiosk
an der Kulturkirche
Fotoausstellung „Kunst unterwegs“ des Fotokurses der Jugendkunstschule Neuruppin WS







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