„Das neue P+R-Parkhaus mit 105 Stellplätzen macht den Umstieg vom Auto auf die Bahn in Wittenberge deutlich einfacher und komfortabler“, sagt Brandenburgs Infrastrukturminister Detlef Tabbert (parteilos). Gemeinsam mit dem Fahrradparkhaus, dem modernisierten Bahnhof und der neuen Bahnpromenade entstehe hier „ein Mobilitätsknoten, der zeigt, wie wir im ländlichen Raum alltagstaugliche Angebote für klimafreundliche Mobilität schaffen“. Für Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann (parteilos) ist das geplante Parkhaus „ein zentraler Baustein für die Weiterentwicklung des Wittenberger Bahnhofs zu einem modernen Mobilitätsknoten und einem attraktiven Eingangstor in die Stadt und die Region“. Die Förderung des Landes bezeichnete er als „ein starkes Signal für dieses zukunftsweisende Projekt“.
Mit dem Zuwendungsbescheid unterstützt das Infrastrukturministerium in Potsdam den Neubau eines PKW-Parkhauses mit insgesamt 105 P+R-Stellplätzen, darunter zwei Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Personen. Das Vorhaben wird mit einer Landeszuwendung in Höhe von knapp 1,261 Millionen Euro nach der ÖPNV Invest-Richtlinie gefördert. Das neue Parkhaus entsteht als zweigeschossiger Baukörper mit zwei Zufahrtsrampen, zwei Treppenhäusern, Stahlbetonkonstruktion, Starkstromanlagen sowie Orientierungs- und Informationssystemen. Die Anlage ist so konzipiert, dass sie perspektivisch durch weitere Ebenen auf bis zu sechs Geschosse und rund 600 Stellplätze erweitert werden kann.
Der Neubau fügt sich in ein umfassendes Modernisierungskonzept für das Bahnhofsumfeld Wittenberge ein. Bereits 2024 wurde ein Fahrradparkhaus mit 302 Stellplätzen als Bestandteil eines B+R-Parkhauses bewilligt. Hinter diesem Fahrradparkhaus wird nun das PKW-Parkhaus errichtet, sodass ein kombiniertes Angebot für Fahrräder und Automobile in unmittelbarer Nähe zu den Bahnsteigen entsteht. Parallel investieren Stadt und Land in die Aufwertung des Bahnhofsumfelds: Unter anderem werden das Empfangsgebäude von 1846 saniert, eine Mobilitätszentrale mit Ticketverkauf und Serviceangeboten aufgebaut und die Bahnpromenade als direkte Verbindung in die Innenstadt gestaltet. Wittenberge entwickele sich damit Schritt für Schritt zu einem leistungsfähigen Mobilitätsknoten mit kurzen Wegen und attraktiven Umstiegsmöglichkeiten, so das Infrastruktur-Ministerium.
Wittenberge ist ein wichtiger Verkehrsknoten mit steigenden Fahrgastzahlen; die vorhandenen P+R-Flächen sind bereits heute stark ausgelastet. Die nun bewilligte Erweiterung soll dazu beitragen, den wachsenden Bedarf zu decken und die Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs besser nutzbar zu machen. Das Projekt ist Bestandteil der Strategie des Landes Brandenburg, die gesamte Reisekette – von Auto und Fahrrad bis zur Bahn – zu stärken und so den ÖPNV im ländlichen Raum nachhaltig zu verbessern. gd