Per Velo unterwegs auf beiden Seiten der Elbe
Das neue Radtourenprogramm von Susanne Bohlanderbietet Ausflüge für Prignitzer und Altmärker

Die Teilnehmer entdecken bei diesen Touren durch ihre Heimatregionen oft Neues.Fotos: Susanne Bohlander
Prignitz. Bis die Generalsanierung der Bahnstrecke von Hamburg nach Berlin abgeschlossen ist, wird es noch mehrere Wochen länger dauern. Wenn es so weit ist, wird es auch wieder einfacher, von Wittenberge, Perleberg oder Karstädt mit dem Rad bis ans Meer zu kommen. Die Radtour zur Ostseeinsel Poel etwa ist ein fester und bewährter Bestandteil im neuen Programm der Radtouristikerin Susanne Bohlander, die auf der altmärkischen Seite der Elbe wohnt und auch in diesem Jahr ihre Touren in Zusammenarbeit mit den Touristinfos in Wittenberge und Seehausen anbietet.

Der Tagesausflug an die Ostsee mit dem Velo wird möglich durch die Kombination Rad und Bahn, denn im Regionalexpress von Wittenberge nach Wismar, wo die 50 Kilometer lange Rundtour zur Insel Poel startet, können die Räder mitgenommen werden. Susanne Bohlander, selbst leidenschaftliche Radlerin und auch im Alltag ausschließlich mit Fahrrad und Bahn unterwegs, weiß aus Erfahrung, welche Züge an welchen Wochentagen für eine Radgruppe geeignet sind. Und so hat sie auch für 2026 wieder Fahrradausflüge speziell für Prignitzer und Altmärker zusammengestellt.

Die Teilnehmer entdecken bei diesen Touren durch ihre Heimatregionen oft Neues. „Es ist mir wichtig, die schönen Radwege auf der jeweils anderen Seite der Elbe bekannter zu machen“, sagt Susanne Bohlander. „Die Elbe ist oft noch eine Art Grenze. Dabei gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft – aber eben auf der anderen Seite der Elbe – so viele neue und gute Radwege zu entdecken.“

Die Radtouren sind eine spezielle Mischung aus nah und fern, aus Land und Stadt. Auf die Tagestour „Frühlingsblumen in Wittstock“ folgt die Fahrt „An Aland und Elbe“, dann geht es nach Neuruppin zum Fischer am Ruppiner See, im Mai dann mitten durch Berlin, in den Spreewald oder auf dem Elberadweg nach Magdeburg. Da der Zugverkehr zwischen Osterburg, Wittenberge und Perleberg und zwischen Hamburg und Berlin noch unterbrochen ist, finden die Touren vorerst im elbnahen Bereich statt, wo die Teilnehmer von beiden Seiten der Elbe gut zum Start- und Endpunkt der Tour kommen.

Ab 1. Mai hat Susanne Bohlander wieder weiter entfernte Regionen im Programm und wurde von der Verzögerung auf der Bahn-Baustelle überrascht. Es soll etwa nach Schwerin, in den Elbe-Havel-Winkel, nach Rheinsberg, an die Oder, in die Uckermark oder nach Dresden gehen. „Ich suche jetzt möglichst nach anderen Varianten für die Anreise“, sagt sie. Nähere Auskünfte gebe es direkt bei ihr. Bohlanders Ausflüge per Velo sind eine Mischung aus Radfahren und Kultur. Es gibt unterwegs Zeit für Picknickpausen, Besichtigungen und das Einkehren in netten Cafés. „Und es ist das gemeinsame Unterwegssein, das die Teilnehmer so schätzen“, sagt die Organisatorin.In diesem Jahr gibt es mehr Angebote am Wochenende, damit auch Berufstätige leichter mitfahren können. Bei Touren in der Woche sind die meisten Teilnehmer fitte Radler über 65, die sich ihre Zeit flexibel einteilen können. Die Touren haben eine Länge jeweils rund 50 Kilometern. dre/net

Anmeldungen für die Touren nehmen die Touristinfos in Wittenberge, Tel. 03877/929181, und Seehausen, Tel. 039386/54783, entgegen. In beiden Touristinfos gibt es auch das komplette Radtourenprogramm in Papierform, außerdem auf der Homepage www.seehausen-altmark.de und unter www.elbe-radtouren.de. Anmeldungen sind auch bei Susanne Bohlander direkt möglich unter Tel. 039397/973895.



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