Nebensaison gewinntan Bedeutung
Prignitz-Tourismus 2025: Stabilität mit Auftrieb zum Jahresende

prignitz. Die Reiseregion Prignitz behauptet sich im Tourismusjahr 2025 auf insgesamt stabilem Niveau. Nach aktuellen Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wurden 201 291 Gäste gezählt. Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,3 Prozent gegenüber 2024. Die Zahl der Übernachtungen lag bei 529 095 und damit 1,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 2,6 Tagen konstant.

Damit bewegt sich die Prignitz weiter auf einem guten Niveau, auch wenn das sehr starke Vorjahresergebnis nicht ganz erreicht wurde. Die Nachfrage ist weiterhin vorhanden, reagiert jedoch sensibel auf äußere Rahmenbedingungen – geprägt von steigenden Kosten, verhaltenem Konsumklima sowie wetter- und mobilitätsbedingten Einflüssen.

Ein positives Signal setzte insbesondere der Dezember 2025. Mit 9925 Gästen wurde ein Plus von 1,0 Prozent gegenüber Dezember 2024 erzielt, die Übernachtungen stiegen auf 26 682 und lagen damit 4,0 Prozent über dem Vorjahresmonat. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer erhöhte sich auf 2,7 Tage. Das deutliche Wachstum im Wintermonat zeigt, dass die Prignitz auch außerhalb der klassischen Hauptsaison an Attraktivität gewinnt.

„Die Zahlen zeigen, dass die Prignitz als naturnahe und abwechslungsreiche Region im Inlandsmarkt gut angenommen wird – auch außerhalb der klassischen Hochsaison. Besonders erfreulich ist das Dezember-Plus, das signalisiert, dass Urlauber die Region bewusst auch in der Nebensaison entdecken“, sagt Mike Laskewitz, Geschäftsführer der Tourismus- und Wirtschaftsförderung Prignitz.

Die Entwicklung in der Reiseregion Prignitz spiegelt damit auch die landesweite Tendenz wider. Brandenburg insgesamt erreichte 2025 rund 5,4 Millionen Gästeankünfte, ein Plus von 0,3 Prozent, während die Übernachtungen mit 14,3 Millionen leicht um 0,7 Prozent unter dem Vorjahr lagen. Der Tourismus im Land bewegt sich damit weiterhin auf einem hohen Niveau.

Ein Faktor, der die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte beeinflusst hat, war die seit 1. August 2025 laufende Vollsperrung der Bahnstrecke Berlin–Hamburg im Zuge der Generalsanierung durch die Deutsche Bahn. Für eine Nahdestination wie die Prignitz, die stark vom Tagesausflugs-, Kurzreise- und Wochenendmarkt aus den Metropolräumen lebt, ist eine unkomplizierte und direkte Erreichbarkeit ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. „Gerade bei kurzfristigen Buchungen wirkt sich die Reisezeit unmittelbar auf die Entscheidung für oder gegen ein Reiseziel aus“, so Laskewitz weiter. Tourismus sichert in der Prignitz Einkommen, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung – von Gastronomie und Beherbergung über Kultur- und Freizeitangebote bis hin zum Einzelhandel. „Der Tourismus ist und bleibt für die Prignitz ein verlässlicher und stabiler Wirtschaftsfaktor. Unsere Betriebe profitieren vor allem vom inländischen Markt und vom Reiseverhalten der Deutschen“, sagt Oliver Hermann, Vorsitzender des Tourismusverbandes Prignitz e.V.. Gerade deshalb reagiere die Branche sensibel auf Veränderungen im Konsumklima und auch bei den Rahmenbedingungen wie Erreichbarkeit und Mobilität. Umso wichtiger sei es, dass die Region durch Qualität und Gastfreundschaft attraktiv bleibe und gleichzeitig die infrastrukturellen Voraussetzungen passend seien, „denn das ist ein zentraler Standortfaktor für den ländlichen Tourismus“, so Oliver Herrmann weiter. WSKontakt für Rückfragen:
Mike Lasekwitz
laskewitz@dieprignitz.de
Tel.: 03876/30 74 19 21



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