Artenvielfalt vor der Tür
Bis zum 26. April kann online darüber abgestimmt werden, welcher von
sechs typischen Gartenbewohnern den Titel „Gartentier des Jahres 2026“ tragen soll

Blindschleiche und Großer Abendsegler.Fotos: Ralf Donat (4), Valentin Gutekunst
Brandenburg. Die Natur beginnt nicht erst im Wald oder im Schutzgebiet. Auch Gärten können wertvolle Lebensräume sein, in denen Tiere Nahrung finden, Schutz suchen und ihren Nachwuchs aufziehen. Wie groß der ökologische Wert eines Gartens ist, hängt jedoch maßgeblich von seiner Gestaltung ab. Mit der Wahl des Gartentieres möchte die Heinz-Sielmann-Stiftung deshalb den Blick für die Artenvielfalt im eigenen Umfeld schärfen und zum naturnahen Gärtnern ermutigen.

Zur Wahl stehen in diesem Jahr die Blaumeise, der Kugelspringer, der Große Abendsegler, das Eichhörnchen, die Blindschleiche und der Zitronenfalter. Sie repräsentieren unterschiedliche Lebensbereiche im Garten – vom Boden über Sträucher und Bäume bis in den nächtlichen Luftraum – und stehen beispielhaft für die tierische Vielfalt in Siedlungsräumen.

Alle Kandidaten werden auf der Website der Heinz-Sielmann-Stiftung ausführlich mit Text und Bild vorgestellt. Dort finden Interessierte ausführliche Informationen zur Lebensweise und ökologischen Rolle der jeweiligen Art und können direkt für ihren Favoriten abstimmen.

„Wer bei der Gartentierwahl abstimmt, unterstützt die Idee naturnaher Gärten und rückt ihre Bedeutung als Lebensraum in die öffentliche Wahrnehmung“, sagt Hannes Petrischak, Bereichsleiter Naturschutz und Naturerlebnis der Heinz-Sielmann-Stiftung. „Für Tiere zählt nicht, wie ordentlich ein Garten wirkt, sondern wie vielfältig er strukturiert ist. Totholz, Laub, heimische Gehölze und blütenreiche Flächen schaffen Bedingungen, die in unserer intensiv genutzten Landschaft immer seltener werden.“

Heimische Blühpflanzen bieten vielen Insekten Nahrung. Diese wiederum sind Nahrungsgrundlage für Vögel, Fledermäuse oder Reptilien. Laub- und Reisighaufen dienen als Überwinterungsquartier, alte Bäume mit Höhlen als Unterschlupf oder Nistplatz. Kurz gemähte Rasenflächen, exotische Zierpflanzen, Schottergärten oder versiegelte Bereiche hingegen reduzieren die Artenvielfalt deutlich.

Die Gartentierwahl findet 2026 bereits zum 14. Mal statt. Die Teilnahme ist kostenfrei und unkompliziert online möglich. Unter allen Abstimmenden wird als Hauptpreis ein Familien-Wochenende auf Gut Herbigshagen in Niedersachsen verlost – sowie viele weitere attraktive Preise. Die Abstimmung läuft bis Sonntag, 26. April. WS

Weitere Informationen und das Online-Voting finden Sie unter:

www.sielmann-stiftung.de/gartentierwahl









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