Maus im Garten
Meist kein Grund für Aufregung: Feld- undWühlmäuse lassen sich unter Kontrolle halten

Foto:Adobe Stock/AGAMI

Für manche ist es der lange Schwanz, der Mäuse unheimlich macht, für andere die schnelle, huschende Bewegung. Einig sind sich die meisten, dass die Ausbreitung von Mäusen im Garten nicht toleriert werden dürfe. Mäuse können sich schnell vermehren und durch Fraß Schäden anrichten, zudem Krankheiten übertragen. In der Regel besteht allerdings keinerlei Grund zur Panik.

Zunächst einmal gilt es zu unterscheiden: Es gibt etwa 20 heimische Mäusearten in Deutschland. Darunter befinden sich die Spitzmäuse mit mehreren Arten. Sie sind keine Nagetiere, sondern Insektenfresser, und als solche für uns als Gärtner nützlich. Sie sind durch ihre lange und spitze Schnauze erkennbar.

Ebenfalls harmlos: die Waldmaus und die Zwergmaus, die im Garten kaum Schäden anrichten. Eher selten sind die Rötelmaus und die durch den schwarzen Strich auf dem Rücken erkennbare Brandmaus. Zu beiden Arten sollte man Abstand halten, denn sie können den Hantavirus übertragen.

Als Schädlinge gefürchtet sind besonders die Feldmaus, die Hausmaus und die Wühlmaus. Die Hausmaus heißt so, weil sie besonders gerne in die Häuser eindringt. Ein Anzeichen ist Mäusekot auf dem Boden: kleine Köttel, die wie schwarze Reiskörner aussehen. Bitte mit Besen und Kehrblech beseitigen, dabei Handschuhe tragen. Der Staubsauger könnte Krankheitskeime in der Luft verwirbeln! Dann gilt es, das Loch zu finden, durch das die Mäuse eingedrungen sind, außerdem Fallen aufzustellen.

Im Garten haben Feld- und Wühlmäuse viele natürliche Feinde, darunter Füchse, Marder, Eulen oder Falken. Damit Fuchs und Marder auf das Grundstück kommen können, sollte der Zaun für sie passierbar sein. Hinzu kommt die Hauskatze. Wo es Katzen gibt, verbreiten sich die Mäuse in der Regel kaum. Auch Maulwürfe können die Ausbreitung von Wühlmäusen sehr effektiv begrenzen. Der Maulwurf ist ein Allesfresser und ernährt sich auch von den Jungtieren der Wühlmaus. Um einen Garten mit Maulwurf machen daher die Wühlmäuse in der Regel einen großen Bogen.

Einige Regeln können zusätzlich helfen, eine Ausbreitung von Mäusen im Garten zu vermeiden. Dazu gehört, Küchenabfälle nur in geschlossene Kompostbehälter zu geben. Solche Gemüsereste oder Kartoffelschalen könnten die Nagetiere anlocken. Fallobst sollte sicherheitshalber nicht zu lange auf der Wiese liegenbleiben und ebenfalls in geschlossenen Behältern kompostiert werden. Tierfutter ist möglichst sicher zu verstauen. Auch Vogelfutter, das auf dem Boden landet, kann Mäuse anlocken.

Um Blumenzwiebeln oder Stauden gegen die Wühlmaus zu schützen, können Drahtkörbe um die Pflanzenwurzeln gelegt werden. Oft lassen sich die Tiere auch mit Hausmitteln wie Knoblauch oder vergorener Buttermilch vergrämen. Hilft all das nicht, kann man auch Fallen aufstellen – allerdings keine mit Gift, denn dadurch könnten auch die Gegenspieler der Mäuse getroffen werden. Der Kammerjäger sollte erst gerufen werden, wenn sich Ratten ausbreiten. net
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