Zuvor habe noch nie ein Weltklasse-Ensemble wie das DSO in einer Prignitzer Scheune gespielt. „Inmitten der dünn besiedelten Prignitz wird im Dorf Groß Pankow ausgelotet, wie Kultur im ländlichen Raum heute aussehen kann: nahbar, partizipativ und fest mit der Region verbunden“, so Christian Soult, Sprecher des Festivals.
Das Programm bricht bewusst mit den Konventionen des klassischen Konzertsaals. Neben der zentralen Konzertscheune dienen Prignitzer Orte wie das Königsgrab Seddin, das Kulturkombinat Perleberg oder das Schlossmuseum Wolfshagen als Resonanzräume für Musik und Begegnung.
Zur Eröffnung am Samstag treten das „treppenhausorchester“ und der lokale „GroßPankChor“ gemeinsam auf und verbinden Chorgesang und Klassik zu orchestraler tanzbarer Disco. Unter der Festivalwoche rücken intimere Formate in den Fokus. Die Pianistin Johanna Summer tritt in einen musikalischen Dialog mit Bach und Beethoven, während die „Notfallkonzerte“ des „treppenhausorchesters“ Gäste im Atelier im Grünen musikalisch therapieren. In der Wochenmitte schaffen Danae Dörken (Klavier) und Pascal Schumacher (Vibrafon) mit ihrem Projekt „GLASS for TWO“ hypnotische Klangwelten in der Scheune. Zum Abschluss des Festivals kehrt die klassische Musik in ihrer orchestralen Pracht zurück: In Zusammenarbeit mit den Brandenburgischen Sommerkonzerten gastiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Chefdirigent Kazuki Yamada in der Scheune der kultur.farm. Zuvor präsentieren sich die Junge norddeutsche Philharmonie sowie Ensembles aus der Prignitz.
Ein „Community-Campus“ steht auch Kindern offen. Mit einem Brunch mit auftretenden Künstlern, Kreativworkshops, Ausflügen zu lokalen Kulturorten oder einem Kaffee-Klatsch über „Kultur im ländlichen Raum“ sollen sich die Gäste auf Augenhöhe begegnen und austauschen. dreTickets sind online unter: kultur.farm/tickets/ verfügbar. Konzerte sind auch einzeln buchbar.