Viele Besucher gratulierten Andrea Klan, der Koordinatorin der Sozialboutique Perleberg, Pritzwalk und Wittenberge. Unter den Gratulanten waren auch Perlebergs stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Schmidt und Leerstandsmanager Jens Knauer. Beide informierten sich über die Historie und das aktuelle Geschehen in der Einrichtung des DRK-Kreisverbandes Prignitz. Die Geschichte der DRK-Sozialboutique begann 1991.
In der Feldstraße, in den Kellerräumen des heutigen Katastrophenschutzes, nahm die Kleiderkammer des DRK mit zwei Mitarbeitern ihre Arbeit auf. Es folgten mehrere Umzüge. Mitte der 1990er Jahre waren es Kellerräume in der Wilsnacker Straße 47, 2005 dann Räume in der Genossenschaftsstraße 1. Von 2010 bis zum Umzug in die Lindenstraße 20 im Jahr 2018 befand sich die Sozialboutique – dann auch unter diesem Namen – in der Poststraße.
In der Lindenstraße sind Einrichtung und Mitarbeiter nun angekommen, sind inzwischen für viele ein Treffpunkt geworden, die einfach nur vorbeikommen, um sich zu unterhalten, „weil sie zu Hause keinen mehr haben“, so Andrea Klan. „Auch wenn wir und unsere Einrichtung heute gefeiert werden, so möchte ich meinen Dank an die Menschen weitergeben, die uns ihre Sachen herbringen. Denn ohne sie würde es uns nicht geben.“ Inzwischen gibt es hier nicht nur Bekleidung, sondern auch Deko und viele Dinge des täglichen Bedarfs, fasst die Koordinatorin zusammen.
Sie dankte den Menschen auch dafür, dass sie die Dinge wieder mit zurücknehmen, „die wir aus den verschiedensten Gründen nicht annehmen können“. Das Thema Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. „Es landet nichts auf dem Müll!“ Durchschnittlich kommen 30 bis 50 Leute in die Sozialboutique. Diejenigen, die Sozialleistungen bekommen, zahlen einen bestimmten Obolus pro Gegenstand. Alle anderen 20 Prozent mehr. Neben der Koordinatorin, die für alle drei Standorte verantwortlich ist, arbeiten in der Perleberger Sozialboutique eine hauptamtliche Mitarbeiterin, eine MAE-Kraft (MAE steht für „Mehraufwandsentschädigung“, umgangssprachlich auch „Ein-Euro-Job“ genannt) sowie vier ehrenamtliche Mitarbeiter. Andrea Klan nutzte die Gelegenheit, um ihren Teams zu danken, denn dass alles so gut funktioniere, liege auch im guten Miteinander der Mitarbeiter. Und so freut sie sich auf die nächsten 35 Jahre. dreGeöffnet ist die Perleberger Sozialboutique montags und mittwochs von 10 bis 15.30 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 10 bis 16.30 Uhr.