Es lebt sich gutin der Altstadt
Die Marktgasse in Perleberg wird zum autofreien Experiment

Bürgermeister Axel Schmidt (parteilos) (3.v.r.) gemeinsam mit dem engagierten Team StadtMöbel bei der Eröffnung des autofreien Experiments in der Marktgasse.Fotos: Rolandstadt Perleberg
Perleberg. Die Marktgasse in der Perleberger Altstadt hat ein neues Gesicht erhalten: Ab so-fort ist die Gasse für den Autoverkehr gesperrt und hat sich in eine autofreie Zone verwandelt. Damit möchte die Rolandstadt die Aufenthaltsqualität im Herzen der Altstadt steigern und Raum für Begegnung und Erholung schaffen.

In den vergangenen Monaten entstanden in Eigenregie und in zwei Bauterminen durch das ehrenamtliche „Team StadtMöbel“ eigens gefertigte Sitzgelegenheiten und Pflanzkübel. Mehr als 20 engagierte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters beteiligten sich am gemeinsamen Aufbau sowie der Bepflanzung vor Ort. Unterstützt wurde die Aktion unter anderem von lokalen Akteuren: Danny Maudrey von Speicher Antik-Möbel Perleberg stellte die Europaletten als Fundament der Stadtmöbel bereit, während Aga Friedrich von der Hohenvier Blumenfarm weitere Bepflanzungen übernimmt. Bei der Eröffnungsveranstaltung dankte das „Team StadtMöbel“ zudem der Rolandstadt Perleberg und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Unterstützung und Begleitung des Projekts sowie dafür, dass die Umsetzung des autofreien Experiments in der Marktgasse ermöglicht wurde.

Die neuen Sitzmöglichkeiten bieten Anwohnern sowie Besuchern ab sofort einen Ort zum Verweilen mit direktem Blick auf Rathaus und St. Jacobi Kirche. Auch die umliegende Gastronomie profitiert von der Umgestaltung – so plant etwa das Raffinarium bereits ein eigenes außengastronomisches Angebot für die Marktgasse.

Die Erprobungsphase beträgt sechs Monate. Bei der Schließung der Marktgasse handelt es sich zunächst einmal um ein Reallabor: Das Projekt ist daher auf einen Zeitraum von sechs Monaten ausgelegt. Während dieser Testphase soll ausgewertet werden, wie die Umgestaltung von Bürgern, Gewerbetreibenden und Anliegern angenommen wird. Der Ausgang des Experiments ist offen.

Mögliches Feedback, Ideen oder Kritik können Bürgerinnen und Bürger direkt beim StadtLabor Perleberg einbringen – entweder per Nachricht an die E-Mailadresse stadtlabor@stadt-perleberg.de oder jeweils donnerstags persönlich vor Ort in der Bäckerstraße 37 in Perleberg. WS

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