Hinner de Schün

Der Wochenspiegel veröffentlicht in loser Folge Texte auf Plattdeutsch. Unterstützt werden wir dabei vom Verein für Niederdeutsch im Land Brandenburg e.V. sowie vom Plattdeutschen Stammtisch Wittstock. Dafür vielen Dank! Und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, viel Vergnügen beim Lesen! Ihr Wochenspiegel-Team

Hinner de Schün, dor hebben se sich truffen,

hinner de Schün, dor harrn se sich gern.

He hett sich hinnen in de Gordenpurt rinschliekt.

Äwer de Änner keem priestlich van vörn.

He wor bloß Holthauer un is man arm west.

Ehre Ollen harrn wat un nömten sich Buer.

Na, un de Änner keem ook ut ne Buerstell.

Duert nich lang, hüngen Galannen üm ’t Duer,

Utstüer wor dor, Brutkleed, Kranz un de Schleuer,

Koken stünn dor, Broden, Branntwien un Bier,

denn se süll nu met den Ännern to Bedd gohn,

dät een jungen Buer up de Hoowstell wier.

Hinner de Schün, dor hett he se afluert,

un se is ankom, so witt as de Schnee.

He met sien’ Linnwandsack, se met ehren Pündel

Sind se noh Hamburg mockt un öwer See.

Siene Ollen harrn noch zwee Jungs un een Mäken,

ehre hebben nüscht hatt as ehr bloß alleen.

Wenn se torüggkom’ wiern, harrn se ’n woll annohm’.

Äwer se kreegen se nie miehr to sehn.

Keener hett hüert, wo se stohn sind un flogen,

de met ehr jung west sind, sind all al dot.

Bloß in dät Kirchenbook steiht noch to lesen:

Segen se, Herrgott! Se sind sich so got.

Erna Taege- Röhnisch
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