Nach der Eröffnung durch Landrat Christian Müller (SPD) und Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann (parteilos) ging es auch direkt athletisch weiter: Sie stellten sich zusammen mit dem neuen Landesbehindertenbeauftragten Norman Asmus der Fußball-Wand. Alle drei präsentierten voller Motivation ihre Talente im Umgang mit dem Ball. Am Ende lag der Sieg aber eindeutig bei Landrat Christian Müller, der mit drei Schüssen eine Punktzahl von 47 erzielen konnte. Norman Asmus erreichte 24 und Oliver Hermann 7 Punkte.
„Das Integrationssportfest ist für mich jedes Jahr ein besonderer Termin“, sagte Landrat Christian Müller. „Wer einmal erlebt hat, mit welcher Begeisterung und welchem Ehrgeiz die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei sind, weiß, warum diese Veranstaltung einen festen Platz in unserem Landkreis verdient.“ Müller betonte, dass es nicht darum gehe, was jemand vielleicht nicht kann, sondern darum, gemeinsam aktiv zu sein, sich etwas zuzutrauen und Spaß an der Bewegung zu haben. „Genau diese Haltung wünsche ich mir auch über diesen Tag hinaus. Mein herzlicher Dank gilt allen, die diesen Tag seit elf Jahren mit viel Engagement ermöglichen“, so der Landrat.
Wie wichtig solche Veranstaltungen, Einrichtungen und Interessenvertretungen wie der Kreisbehindertenbeirat sind, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Im Landkreis Prignitz gibt es mit Stand vom 31. Dezember 2025 insgesamt 12 475 behinderte und schwerstbehinderte Menschen mit einem festgestellten Grad der Behinderung ab 20 Prozent (Quelle: Land Brandenburg).
Den größten Teil der Teilnehmenden stellte auch in diesem Jahr die Lebenshilfe: Rund 230 Menschen waren dabei. Weitere 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen von der Albert-Schweitzer-Schule in Wittenberge. Die Förderschule Pritzwalk reiste mit 17, die Förderschule Perleberg mit 12 und die Förderschule Wittenberge mit 35 Teilnehmenden an.
Ebenfalls vertreten waren die CJD-Schule Hoppenrade (18), die Montessori-Grundschule – und -Oberschule (110), die Oberschule Wittenberge (26), die AWO mit ihren Einrichtungen (22), die CJD-Wohnstätte Giesensdorf (13), die Lebenshilfe Osterburg (13), die Schwimmgruppe Wittenberge (9) und die Diakonie Karstädt (10). Das Gymnasium Perleberg stellte diesmal 20 Kampfrichter. Auch der Landesbehindertenbeauftragte Normas Asmus mischte sich in Sportkleidung unter die Teilnehmenden und bestritt die eine oder andere sportliche Aktivität.
„Menschen mit Behinderungen brauchen nicht unser Mitgefühl. Sie brauchen Möglichkeiten. Möglichkeiten, sich auszuprobieren, ihre Stärken zu entdecken und als Teil der Gesellschaft dabei zu sein. Das Integrationssportfest schafft genau so einen Raum für Bewegung, Spaß und Gemeinschaft“, fasste die Gleichstellungs-, Behinderten- und Integrationsbeauftragte Christina Rätke den Kern dieses Tages zusammen.
Das Integrationssportfest ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Prignitz, der Lebenshilfe, dem Kreisbehindertenbeirat Prignitz und dem Kreissportbund Prignitz. Die Organisation lag wie in den vergangenen Jahren bei der Gleichstellungs-, Behinderten- und Integrationsbeauftragten Christina Rätke sowie bei Christian Fascher von der Lebenshilfe.
Christina Rätke, Christian Fascher als auch Ingo Jeschke, Vorsitzender des Kreisbehindertenbeirates, wurden im Rahmen der Veranstaltung mit der Ehrennadel Bronze vom Kreissportbund ausgezeichnet. „Alle drei haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich das gemeinsame Sportfest für Menschen mit und ohne Behinderung seit fast drei Jahrzehnten zu einem festen Bestandteil der sportlichen Landschaft im Landkreis entwickelt hat und dass Inklusion und Integration hier in der Prignitz auch sportlich gelebt wird“, lobte Tino Gerloff, Geschäftsführer des Kreissportbundes Prignitz.
Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren, ohne die das Integrationssportfest auf diese Art und Weise nicht stattfinden könnte: der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz, der Firma Austrotherm, der PVU Perleberg, den Stadtwerken Wittenberge und dem Kreiskrankenhaus Prignitz. so