Preiswürdiges Ehrenamt
Gleich sechs Prignitzer Projekte wurden beim Wettbewerb „machen!2026“ ausgezeichnet

Die Prignitzer Preisträger beim Wettbewerb „machen!2026“.Foto: DSEE
prignitz. Sie bringen Menschen zusammen, schaffen neue Begegnungsorte und machen ihre Heimat lebenswerter: Mehr als 1000 gemeinnützige Organisationen aus den ländlichen Regionen Ostdeutschlands haben sich in diesem Jahr mit ihren Ideen beim Engagement-Wettbewerb „machen!2026“ beworben. 107 von ihnen wurden am 29. September bei der feierlichen Preisverleihung in Berlin geehrt – darunter gleich sechs Initiativen aus dem Landkreis Prignitz. Insgesamt werden mehr als 830 000 Euro Preisgeld vergeben.

„Der Wettbewerb zeigt auch in diesem Jahr wieder die geballte Kraft des ostdeutschen Engagements“, betonte Staatsministerin Elisabeth Kaiser, die Ostbeauftragte der Bundesregierung. Jan Holze, Vorstand der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) und Co-Vorsitzender der Jury, ergänzte: „Ostdeutschland steckt voller Ideen – und voller engagierter Menschen, die sie in die Tat umsetzen. Genau so entsteht gesellschaftlicher Zusammenhalt.“

Dass gleich sechs Projekte aus der Prignitz bundesweit ausgezeichnet wurden, unterstreicht eindrucksvoll, mit welch vielfältigem Engagement Bürgerinnen und Bürger hier ihre Region gestalten – von Jugendarbeit über Kultur und Wissenschaft bis zum ehrenamtlichen Brandschutz.

Drei Preisträger aus der Prignitz gab es in der Kategorie „NextGen engagiert – Junge Menschen gestalten ihre Zukunftsräume selbst“.

Der Verein „Plan P“ organisiert in diesem Jahr das erste Amateurfilmfestival für Kinder und Jugendliche in der Prignitz. Jugendliche werden motiviert, sich aktiv und künstlerisch mit Medien auseinanderzusetzen.

Der Prignitzer Gesellschaftsspieleverein startet in Wentorf das erste Spiele-Feriencamp in der Prignitz. Kinder und Jugendliche entwickeln eigene Spiele und stärken dabei Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen.

Beim Förderverein Freiwillige Feuerwehr Perleberg bauen Jugendfeuerwehr und erfahrene Feuerwehrleute gemeinsam ein Planspiel, in dem sich Einsatzszenarien realistisch im Miniaturformat durchspielenlassen.

Weitere drei Projekte aus der Prignitz gehören zu den Preisträgern in der Kategorie „Lebensräume gestalten – Für mehr Lebensqualität und ein starkes Miteinander“: Das Kulturkombinat Perleberg, das mit seinem Projekt „Netzwerk gegen Einsamkeit“ Konzerte, Workshops und Erzählrunden organisiert, das Kunstlabor von FestLand – Verein zur Förderung des kulturellen Lebens e.V., das Kunst als ein Werkzeug für den Zusammenhalt einsetzt, sowie der Postliner Heimat-Club. Beim slawischen Burgwall Postlin-Dallmin graben Bürgerinnen und Bürger unter wissenschaftlicher Leitung nach der eigenen Geschichte.

Die 107 ausgezeichneten Projekte erhalten Preisgelder zwischen 5000 und 10 000 Euro; weitere 100 Preisträgerinnen und Preisträger wurden mit einem Anerkennungspreis von jeweils 2500 Euro unterstützt. Der Wettbewerb soll auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden, dann unter dem Titel „machen!2027“. WS
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