Die Ausstellung beleuchtet nicht nur auf liebevolle Weise das Lesen von Alltagsliteratur wie Alfons Zitterbacke, Krimis und eben Kochbüchern, son-dern auch den Umgang mit Autoren wie Heinrich Böll, Stefan Heym und Christa Wolf, wobei letztere im Herbst 1989 mitten im Wendegeschehen waren. Das Werk der jeweiligen Zeit – von der sogenannten Giftschrankliteratur bis hin zum regimetreuen Vorzeigeautoren – wird bei den Besuchern ganz unterschiedliche Gefühle auslösen.
Das Team der Stadtbibliothek hat zur Ausstellung, die auf Tafeln mit Bild und Text zu sehen ist, ein paar originale DDR-Bücher zusammengetragen. Da liegt das Tafelwerk für Mathematik, Physik und Chemie dann direkt neben Kinderlese- und Kochbüchern.
Gestaltet hat die Ausstellung „Leseland DDR“ Stefan Wolle, wissenschaftlicher Direktor des DDR-Museums in Berlin. Herausgeber ist die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Die Tafeln sind im Veranstaltungsraum der Stadtbibliothek Pritzwalk noch bis zum Jahresende zu den Öffnungszeiten zu sehen. WS