So klappt es mit der Unternehmensübergabe
18. NEXXT Night der Potsdamer Kammern präsentierte Praxisbeispiele

Foto: Adobe Stock/izzuan
Potsdam. Die Unternehmensnachfolge ist eine zentrale Zukunftsfrage für viele Betriebe im Land Brandenburg. Wie eine Übergabe gelingen kann und welche Unterstützung Unternehmer sowie potenzielle Nachfolger dabei erhalten, stand im Mittelpunkt der 18. NEXXT Night am 23. September in Brandenburg an der Havel. Die Handwerkskammer Potsdam und die IHK Potsdam hatten gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Finanzierung zu dem Netzwerkabend eingeladen.

Im Mittelpunkt standen vor allem Praxisbeispiele. Martin Philipp, Geschäftsführer der Fertigteilwerk Rathenow GmbH, berichtete über seine Unternehmensnachfolge. Auch Mats Wejsfeld teilte seine Erfahrungen aus Handwerksperspektive. Er wird die Horst Kitzmann GmbH, einen etablierten Haustechnik-Betrieb aus Brandenburg (Havel), in die Zukunft führen. „Die Übernahme eines bestehenden Unternehmens wird als Weg in die Selbstständigkeit immer attraktiver“, sagte Ina Hänsel, Präsidentin der IHK Potsdam. Denn dabei könne auf gewachsene Strukturen, auf einen Kundenstamm und Mitarbeiter zurückgegriffen werden.

„Geht ein Betrieb mangels Nachfolger verloren, verschwinden nicht nur Arbeits- und Ausbildungsplätze, sondern auch wertvolles Know-how und regionale Wertschöpfung“, betonte der Präsident der Handwerkskammer Potsdam, Robert Wüst. Seiner Einschätzung nach entscheidet die Frage der Betriebsnachfolge mit darüber, „ob Westbrandenburg auch künftig ein starker Handwerks- und Wirtschaftsstandort bleibt“. Gerade im ländlichen Raum seien Handwerksbetriebe unverzichtbar für die Versorgung von Bürgern und Unternehmen.

Auf der NEXXT Night wurde deutlich, unter welchen Voraussetzungen ein Betriebsübergang gelingen kann. Nötig sind eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema Betriebsnachfolge, eine realistische Planung und die Einbindung geeigneter Beratung und Finanzierungspartner. „Wer einen Betrieb übernimmt, sichert nicht nur die eigene unternehmerische Zukunft, sondern sichert die Zukunft einer ganzen Region und eines Berufszweiges“, so Kammerpräsident Robert Wüst. Und genau diese unternehmerische Verantwortung „verdient endlich wieder die Wertschätzung, die sie braucht“. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Berliner Volksbank, der Bürgschaftsbank Brandenburg, DEHOGA, dem Handelsverband Berlin-Brandenburg, der Investitionsbank des Landes Brandenburg und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. so
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