„Brücken bauen, Zukunft säen“
Perspektiven für den Tourismus in Prignitz und Altmark wurden bei einem gemeinsamen Forum erörtert

Touristische Perspektiven: 130 Vertreter der Altmark und Prignitz trafen sich. Foto: Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz mbH
Wittenberge. Gemeinsam Ideen entwickeln, neue Kontakte knüpfen und die touristische Zukunft gestalten: Unter dem Motto „Brücken bauen, Zukunft säen – Tourismusregionen blühen auf“ kamen Mitte des Monats rund 130 Vertreterinnen und Vertreter aus Tourismus, Wirtschaft, Politik und Kommunen beider Regionen zusammen, um zu erörtern, wie die Prignitz und die Altmark in Sachsen-Anhalt effektiver zusammenarbeiten können. Im Mittelpunkt des Treffens im Elbe Resort Alte Ölmühle in Wittenberge stand vor allem die Frage, wie beide Reiseregionen die Chancen der Landesgartenschau 2027 gemeinsam nutzen können.

„Für die gesamte Region und Wittenberge bietet die Landesgartenschau 2027 eine einmalige Chance“, betonte Oliver Hermann (parteilos), Bürgermeister der Stadt Wittenberge. Ziel sei „nicht nur als Gastgeberstadt zu glänzen, sondern die Besucherinnen und Besucher dazu einzuladen, auch die Vielfalt der Prignitz und der Altmark zu entdecken“.

Das Tourismusforum habe gezeigt, wie eng die Nachbarregionen bereits zusammenarbeiten und welches Potenzial in dieser länderübergreifenden Partnerschaft steckt, so Oliver Hermann weiter. Wie sich diese Potenziale gemeinsam nutzen lassen, diskutierten die Vertreter beider Regionen in zwei Gesprächsrunden. „Attraktive touristische Angebote enden nicht an Verwaltungs- oder Landesgrenzen. Für unsere Gäste zählt das Gesamterlebnis. Indem wir die Stärken der Prignitz und der Altmark verbinden, schaffen wir echte Mehrwerte und zusätzliche Anreize für längere Aufenthalte in unserer gemeinsamen Region“, so Christian Fenske, Geschäftsführer der Tourismus- und Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz mbH.

Bei dem Treffen stand insbesondere die Bedeutung der länderübergreifenden Zusammenarbeit im Fokus. Denn attraktive touristische Angebote enden nicht an Verwaltungs- oder Landesgrenzen. Entscheidend ist vielmehr, die Stärken beider Regionen miteinander zu verbinden und Gästen zusätzliche Anreize für Ausflüge, längere Aufenthalte und einen erneuten Besuch zu bieten. Dass das Tourismusforum mehr als eine Plattform für den fachlichen Austausch war, zeigte sich insbesondere in den vier Themenwelten. Hier arbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam an Ideen zur touristischen Angebotsentwicklung, zur regionalen Zusammenarbeit sowie zu Fragen der Vermarktung und Qualität.

Ein Schwerpunkt lag auf der Entwicklung neuer Angebote rund um die Landesgartenschau. Diskutiert wurden beispielsweise regionale Signaturgerichte wie ein „Gartenteller“ oder „Elbeteller“, die in gastronomischen Betrieben angeboten werden könnten. Auch neue Rad- und Wandertouren sowie kombinierbare Erlebnisbausteine für einen „perfekten Tag“ in der Region gehörten zu den Vorschlägen. Letztere sollen insbesondere Touristikerinnen und Touristikern dabei helfen, ihren Gästen passende Ausflugsempfehlungen zusammenzustellen.

Darüber hinaus wurde deutlich, wie wichtig der persönliche Austausch zwischen den touristischen Akteuren ist. Ein Ergebnis sind weitere Treffen, bei denen bestehende Kontakte vertieft und neue Kooperationen angestoßen werden sollen. So sind bereits am 16. und 23. November 2026, jeweils um 10 Uhr, Touristikerinnen und Touristiker zu exklusiven Führungen über das zukünftige Landesgartenschaugelände eingeladen. Ein weiteres Treffen ist für das Frühjahr 2027 vor der Eröffnung der Landesgartenschau vorgesehen. Dann sollen die Mitarbeitenden der Touristinformationen aus dem Vierländereck Altmark, Wendland, Prignitz und südliches Mecklenburg auf dem LAGA-Gelände zusammenkommen. Ziel ist es, sich über touristische Angebote auszutauschen, die gegenseitige Gästeberatung zu stärken und die Zusammenarbeit über die Regions- und Landesgrenzen hinweg weiter auszubauen.

Die Prignitz und die Altmark arbeiten bereits in verschiedenen touristischen Projekten zusammen. Gemeinsame Messeauftritte, der Tourenguide Altmark & Prignitz und die Zusammenarbeit bei Netzwerkveranstaltungen bilden dafür eine gute Grundlage. Das Tourismusforum hat weitere Anknüpfungspunkte geschaffen und gezeigt, wie viel Potenzial in der Vernetzung der Akteure liegt. Auch die begleitende Erlebnismeile bot mit regionalen Mitmachaktionen, Informationen und persönlichen Begegnungen Gelegenheit, die Vielfalt beider Reiseregionen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. WS
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